Kreispokal-Träume platzen im Elfmeterdrama

Kreispokal-Träume platzen im Elfmeterdrama

Ein Tag voller Höhen und eines besonders bitteren Tiefs: Am 31. Mai reiste unsere D-Jugend zur Kreispokalendrunde nach Torgau — mit dem Ziel, endlich den Fluch zu brechen. Denn in den vergangenen Jahren schaffte es noch kein Tabellenführer der Nordsachsenliga, am Ende auch den Pokal zu holen. Die Vorzeichen standen gut. Doch am Ende steht die bittere Erkenntnis: Unsere D-Jugend scheitert im Kreispokal-Viertelfinale — und das ausgerechnet im Elfmeterschießen, nachdem drei Schüsse das Tor verfehlten.

Mit Wucht in die Endrunde

Der Weg zur Endrunde war dabei alles andere als langweilig. In der zweiten Vorrunde wartete zunächst Elbaue Torgau, der Tabellenletzte der Kreisliga. Unsere Kids ließen dabei nichts anbrennen und schickten den Gegner mit einem deutlichen 21:1 nach Hause. Im Achtelfinale folgte dann mit Mügeln-Ablaß ein anderes Kaliber: Die Mügelner hatten kurz zuvor sogar Wacker Dahlen bezwungen. Zudem hatten auch wir genau eine Woche vor dem Achtelfinale beim 2:2 den ersten Punktverlust der gesamten Saison kassiert. Doch genau dieser Wirkungsfleck schien unsere Kids am 1. Juni zu Höchstform anzustacheln. Ein völlig ungefährdeter 8:1-Sieg war das Ergebnis — ein echtes Ausrufezeichen vor dem Einzug in die Endrunde. Nun waren es noch drei Siege bis zum Pokal, gespielt jeweils über 2×15 Minuten.

D-Jugend scheitert im Kreispokal-Viertelfinale

Im Viertelfinale traf unsere Mannschaft auf die SpG Großtreben/Hartenfels Torgau II, den Tabellenführer der Kreisliga Staffel Mitte. Die Gäste stellten sich von Beginn an tief in den eigenen Strafraum, beschränkten sich vollständig auf Defensivarbeit und versuchten, mit langen Bällen den eigenen Stürmer in Szene zu setzen. Dadurch entwickelte sich leider kein schönes Spiel — und unsere Kids fanden lange keine überzeugende Antwort. Das Zusammenspiel fehlte, kaum jemand wollte wirklich den Ball haben, und obwohl anfangs noch das eine oder andere Dribbling in den Strafraum führte, baute sich kein wirklicher Druck auf.

Dazu kamen Konzentrationsfehler in der Hintermannschaft bei der Ballannahme, die den Gegner unnötig stärkte. Folgerichtig entstand daraus auch der Strafstoß für die SpG, der verwandelt wurde. In der Halbzeitpause wurde ein konsequenteres Spiel über außen gefordert, und tatsächlich: Johanna lief nach der Pause endlich entschlossen ein und erzielte den verdienten Ausgleich zum 1:1. Danach war noch genug Zeit für den Siegtreffer — doch statt weiter über außen zu spielen, suchten unsere Kids immer wieder den Weg durch die Mitte oder schlossen zu überhastet ab. Die SpG wurde zwar sichtlich müder, nutzte aber aggressives Zeitspiel, das der Schiedsrichter ungebremst zuließ. Als der Abpfiff pünktlich ohne jede Nachspielzeit ertönte und der gegnerische Trainer sich überschwänglich beim Schiedsrichter für dessen Leistung bedankte, hinterließ das einen deutlich unsportlichen Eindruck.

Im Elfmeterschießen folgte dann das, was unbedingt vermieden werden sollte: Drei von fünf Schüssen verfehlten das Tor, die SpG setzte sich mit 3:2 durch — und wir waren raus. Daher muss man unterm Strich klar sagen: Für das Ausscheiden sind wir selbst verantwortlich. Kein einziges Mal über fünf Minuten am Stück gelang es, die eigene Normalform zu zeigen.

Ein langer Tag, der Lehren hinterlässt

Im Verlierer-Bracket wartete im Halbfinale der FSV Beilrode. Eine Leistungssteigerung war allerdings auch hier nicht zu sehen — doch diesmal gelang zumindest der Weiterkommen per Elfmeterschießen. Im anschließenden Spiel um Platz 5 gegen die SpG Süptitz/Doberschütz-Mockrehna war von Normalform dann gar nichts mehr übrig. Die Müdigkeit war unseren Kids deutlich anzumerken, schließlich hatte keiner über den gesamten Tag auch nur annähernd seine beste Leistung abgerufen. Besonders das Elfmeterschießen zog sich wie ein roter Faden durch den Tag — auch dieses Spiel wurde auf den Punkt verloren.

Obwohl der Tag zum Vergessen war, gehört auch sowas zum Kinderfußball dazu. Nun heißt es: Mund abputzen und die Meisterschaft souverän nach Hause bringen! Einen herzlichen Glückwunsch übrigens an Wacker Dahlen, die am Ende den Pokal verteidigten und damit bewiesen, dass der Fluch für Tabellenführer diesmal doch Bestand hatte.

Für unsere D1 spielte:
Startelf: Jannik · Nelson · Mats · Horatio · Maximilian · Greta · Tabea · Iven · Darren · Bela · Finn · Johanna · Raphael
Trainer: David Lange

Link zu allen Informationen rund um die Hallensanierung des SV Concordia Schenkenberg.