Ausbildungsphilosophie
Die Ausbildungsphilosophie des SV Concordia Schenkenberg stellt die Entwicklung jedes Kindes über das Ergebnis am Wochenende. Sie gilt für alle Mannschaften von der G- bis zur A-Jugend.
Wie gut ein Fußballverein arbeitet, zeigt sich nicht an einem einzelnen Spieltag, sondern an der Qualität und Durchgängigkeit seiner Nachwuchsarbeit. Deshalb folgen alle unsere Jugendmannschaften einem gemeinsamen Leitbild: altersgerecht, langfristig angelegt und für Trainer, Spieler und Eltern gleichermaßen verbindlich.
Wir wollen selbstbewusste, ballsichere und entscheidungsstarke Spielerpersönlichkeiten ausbilden, die auch unter Gegner-, Raum- und Zeitdruck spielerische Lösungen finden. Unser langfristiges Ziel ist klar: gut ausgebildete Spieler für die eigene erste und zweite Herrenmannschaft.

Altersklassen
G- bis A-Jugend
Jugendmannschaften
10
Grundsatz
Ausbildung vor Ergebnis
Ziel
Eigener Herrenbereich
Drei Grundsätze für alle Mannschaften
Diese drei Prinzipien gelten in jeder Altersklasse und für jeden Trainer. Sie sind die gemeinsame Arbeitsgrundlage unserer Nachwuchsabteilung.
Entwicklung vor Ergebnis
Tabellenstände und kurzfristige Siege ordnen wir der individuellen Entwicklung unter. Bis einschließlich der E-Jugend spielen Ergebnisse für die Bewertung unserer Arbeit kaum eine Rolle, und kein Trainer wird an Tabellenplätzen gemessen.
Mut zu Fehlern
Fehler gehören zum Lernen. Wir fordern mutige Entscheidungen unter Druck und bestrafen keine Fehlversuche, denn nur wer etwas ausprobieren darf, entwickelt sich weiter.
Ballbesitz und Aktivität
Wir wollen den Ball haben. Aktives Pressing, mutiges Eins-gegen-eins und spielerische Lösungen stehen in allen Altersklassen an erster Stelle. Den Ball unter Druck einfach wegzuschlagen, ist für uns keine Lösung.
Der Ausbildungsweg von der G- bis zur A-Jugend
Kinder und Jugendliche entwickeln sich in Stufen. Unsere Trainingsinhalte sind deshalb auf das jeweilige Alter abgestimmt, sodass sie weder über- noch unterfordern. Dabei folgen wir einer Kernaussage der Trainingsphilosophie Deutschland des DFB: Zu frühe Taktik und große Spielformen bremsen die individuelle Entwicklung. Im Kinderfußball verzichten wir deshalb bewusst auf taktische Vorgaben und schaffen Raum für Dribbelstärke, Mut und eigene Lösungen.
G-Jugend: Bewegungsfreude und Ballgewöhnung
Der Einstieg steht im Zeichen vielseitiger Bewegung und der Freude am Spiel. Auf Kleinfeldern mit altersgerechten Toren lernen die Kinder spielerisch den Umgang mit dem Ball und schulen dabei Bewegungsabläufe und Koordination.
Taktik: keine. Ergebnisse: ohne Bedeutung, es gibt keine Tabellen.
F-Jugend: Motorik, Finten und Eins-gegen-eins
Im Mittelpunkt stehen Koordination, Dribbling im hohen Tempo, Richtungswechsel und Finten. Es gilt der Grundsatz Dribbling vor Passspiel: Jedes Kind wird ermutigt, das Duell zu suchen. Das Passspiel entsteht später von selbst, sobald die Sicherheit am Ball gefestigt ist.
Taktik: keine. Ergebnisse: nachrangig.
E-Jugend: Handlungsschnelligkeit und Druckresistenz
Die Kinder lernen, Drucksituationen standzuhalten, Zweikämpfe auch gegen mehrere Gegenspieler zu lösen und Spielsituationen wie das Eindribbeln oder Freistöße schnell und selbstständig auszuführen. Hinzu kommt behutsam das Zusammenspiel.
Taktik: erste Raumorientierung. Ergebnisse: am Rand wichtig.
D-Jugend: Zusammenspiel und erste Gruppentaktik
Die Stärken im Dribbling und im Eins-gegen-eins werden gefestigt und um das Kombinationsspiel ergänzt. Hinzu kommen einfache gruppentaktische Elemente wie das Verschieben oder das Ausspielen einer Überzahl sowie eine erste Schulung der Positionen.
Taktik: einfache Gruppentaktik. Ergebnisse: gewinnen an Bedeutung.
C-Jugend: Mannschaftstaktik auf dem Großfeld
Mit dem Wechsel auf das verkürzte Großfeld beginnt die systematische Schulung der Mannschaftstaktik. Die Anforderungen steigen geistig wie körperlich: Spielsysteme werden besprochen, Räume gezielt bespielt und die Aufgaben der einzelnen Positionen vertieft.
Taktik: intensive Schulung. Ergebnisse: relevant.
B- und A-Jugend: Vorbereitung auf den Herrenbereich
Die letzte Phase dient dem Feinschliff. Im Vordergrund stehen taktische Flexibilität, die körperliche Härte des Erwachsenenfußballs und die mentale Reife. Ziel ist ein nahtloser Übergang in unsere Herrenmannschaften.
Taktik: hohe Flexibilität. Ergebnisse: relevant, der Wettkampf rückt in den Fokus.
Die Mannschaften
Trainingszeiten, Trainer und aktuelle Berichte stehen auf den Seiten der drei Bereiche: Grundlagenbereich (G- bis E-Jugend), Aufbaubereich (D- und C-Jugend) und Leistungsbereich (B- und A-Jugend).
So sieht Training bei uns aus
Eine Philosophie wirkt nur, wenn sie in jeder Einheit gelebt wird. Unser Training orientiert sich deshalb an der Trainingsphilosophie Deutschland des DFB: viel Spielzeit, viele Wiederholungen, hohe Intensität und möglichst keine Wartezeiten.

Kleine Spielformen, große Wirkung
Wir trainieren überwiegend in kleinen Spielformen vom Eins-gegen-eins bis zum Vier-gegen-vier, auf mehreren Feldern gleichzeitig. So ist jedes Kind ständig am Ball. Der DFB empfiehlt bis zur U16 mindestens 48 Minuten reine Spielzeit pro Kind und Woche in diesen Spielformen. Daran richten wir unsere Einheiten aus.
Ballaktionen
200 statt 50
Zweikämpfe
100 statt 30
Torschüsse
25 statt 5
Aktionen pro Kind in einer Trainingseinheit im Drei-gegen-drei, verglichen mit dem Sieben-gegen-sieben. Quelle: DFB, Trainingsphilosophie Deutschland.



Am Spieltag gilt dasselbe wie im Training
Was die Kinder im Training lernen, dürfen sie im Spiel ohne Einschränkung anwenden. Das ist der Anspruch an alle unsere Trainer.
- Spielerische Lösungen: Wir schlagen den Ball unter Druck nicht blind weg und klären ihn nicht absichtlich ins Aus.
- Eigene Entscheidungen: Die Kinder sollen im Spiel möglichst selbst entscheiden und aus den Folgen lernen. Unsere Trainer geben Hilfen, statt jede Aktion von der Seitenlinie vorzugeben.
- Positive Ansprache: Fehler werden nicht lautstark kommentiert. Der Trainer zeigt stattdessen Alternativen auf.
- Passende Gruppen: Im Training bilden wir Gruppen von 8 bis 12 Kindern und achten dabei auf Leistungsstand und Entwicklungspotenzial.
- Ruhige Konfliktlösung: Bei Streit hören wir beide Seiten an, besprechen die Sache sachlich und spielen weiter.
- Das Kind zuerst: Das Wohlbefinden der Kinder steht für uns über jedem Ergebnis.
Unsere Trainer bleiben in ihrer Altersklasse
Anders als in vielen Vereinen wandern unsere Trainer nicht mit ihrer Mannschaft durch die Jahrgänge. Sie bleiben in ihrer Altersklasse und werden dort zu Spezialisten für genau diese Entwicklungsphase.

Spezialisten für jede Altersklasse
Wer dauerhaft eine Altersklasse betreut, kennt deren Bedürfnisse genau und wird von Saison zu Saison besser.
Neue Impulse für die Kinder
Spätestens alle zwei Jahre lernen die Kinder neue Trainer, eine neue Ansprache und andere Methoden kennen.
Klare Leitlinien, eigene Handschrift
Verbindlich sind die Vereinsphilosophie, altersgerechtes und spielnahes Training sowie die offene Kommunikation mit den Eltern. Übungen, Spielsystem und Coachingstil gestaltet jeder Trainer selbst.
Lizenzen und Fortbildung
Wir unterstützen und finanzieren Lizenzlehrgänge beim Sächsischen Fußball-Verband und beim Landessportbund.
Talentförderung und der nächste Schritt
Wir wollen jedes Kind nach seinen Möglichkeiten fördern. Der Normalfall und unser erklärtes Ziel ist der Weg durch alle Altersklassen bis in die eigenen Herrenmannschaften.
DFB-Stützpunkt Eilenburg
Erkennen unsere Trainer bei einem Kind überdurchschnittliches Potenzial, schlagen wir es für das Training am DFB-Stützpunkt Eilenburg vor und begleiten es durch die Sichtung.
Höherklassige Vereine und Nachwuchsleistungszentren
Manche Kinder entwickeln sich so stark, dass ein höherklassiger Verein der richtige nächste Schritt für sie ist. Diesen Schritt unterstützen wir, denn die Entwicklung des Kindes ist uns wichtiger als der eigene Tabellenplatz.
Meldet sich ein Verein wegen eines unserer Spieler, sprechen wir offen mit dem Kind und seinen Eltern darüber. Sehen wir selbst, dass ein Kind bereit für mehr ist, stellen wir auch von uns aus den Kontakt zu einem passenden Verein her. An feste Partnervereine sind wir dabei nicht gebunden, wir suchen in jedem Fall den Weg, der zum Kind passt. Der direkte Sprung in ein Nachwuchsleistungszentrum kommt vor, ist aber die Ausnahme.
Fragen zur Ausbildung
Nachwuchsleiter David Lange berät Eltern und Spieler persönlich.
Bei uns groß geworden, bei uns geblieben
Wer unsere Art der Ausbildung kennenlernen möchte, kommt am besten zu einem Probetraining. Kinder und Jugendliche können bis zu vier Wochen unverbindlich mittrainieren.
