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1.Männer - Spielberichte 2018-19

Tabellenposition: 11 Punkte: 13 Tore: 18-28

die Torschützen
1. Oliver Werner 5 Tore
2. Maxime Rinaldoni 2 Tore

René Schulze 2 Tore

Michael Reißig 2 Tore

Franz Posdzich 2 Tore
6. Stefan Jentzsch 1 Tor

Sascha Tynchenko 1 Tor

Daniel Roos 1 Tor

Charlie Reichel 1 Tor

Fritz Schönbrodt 1 Tor

13.Spieltag: TSV Schildau - Conc. Schenkenberg 3:1 (2:0)

Aufstellung:
Forstmeier; Schönberg; Perkuhn; Krohn(Tynchenko 75.min);Rinaldoni; Huth; Münnich(Schönbrodt 85.min); Posdzich; Schulze; Reichel; Werner

Torschützen:
07.min 1:0; 40.min 2:0; 54.min 2:1 Posdzich; 83.min 3:1

Bericht:
Der letzte Spieltag der Hinrunde zeigte sich sehr windig. Die Schenkenberger hatten in Schildau, beim Tabellennachbarn, zunächst gegen den Wind zu agieren. Sie zeigten sich dabei sehr konzentriert und waren in den Zweikämpfen präsent. Dazu bevorzugte man die einfache und schnörkellose Spielweise, was in der Defensive Sicherheit brachte, nach Vorn aber noch von wenig Effektivität geprägt war. Und gerade als man sich über Sicherheit etwas Spielvorteile verschaffte, schlugen die Gastgeber eiskalt zu. Ein langer Steilpaß aus dem Mittelfeld durch die Schenkenberger Abwehrreihe leitete das Unheil ein. Worauf ein Schildauer Angreifer auf einmal im Strafraum im Eins gegen Eins stand, was er erfolgreich zu lösen wußte um im kurzen Toreck zu vollenden. So stand es bereits nach 7 Minuten 0:1 aus Concordensicht. Das einzig Positive an diesem frühen Rückstand war, dass noch genügend Zeit für eine Resultatsverbesserung zur Verfügung stand. Das nahmen die Concorden nun sofort in Angriff. Spielerisch beherrschte man die Schildauer, die ihrer Seitz ausschließlich mit langen Bällen fungierten, immer deutlicher. Die erste klare Torchance verzeichneten die Concorden jedoch erst nach 11 Minuten als Charlie Reichel per Direktabnahme nur um Zentimeter verzog. Die nächste Möglichkeit ließ dann nicht mehr so lange auf sich warten, brachte leider erneut nichts Zählbares. Eric Huth per Steckpass schön in Szene gesetzt fand seinen Meister im Schildauer Torwart, der zur Ecke retten konnte. Das spielerische Übergewicht der Concorden wurde von Minute zu Minute deutlicher. Die Gastgeber reagierten nur noch und setzten auf Langholz in Richtung eigenen Stürmer. Hier blieb die Concordenabwehr ohne Fehler und jeder Zeit Herr der Lage. Dadurch waren Torchancen nur den die Schwarz-Gelben vorbehalten. In der 26. Minute war man dem Ausgleich sehr nah, doch wieder hielt der Schildauer Keeper, nach einem Schuß aus spitzem Winkel, seinen Kasten sauber. Absender Eric Huth entwickelte sich in dieser Phase zum Pechvogel. Denn auch seine nächste Möglichkeit brachte keinen Ertrag, als sein Linksschuß aus etwa 11Metern am Pfosten vorbeistrich. Es war schon fast zum Verzweifeln, doch die optische Überlegenheit machte Mut auf ein besseres Ergebnis. Mit Vorteilen auf nahezu jeder Position beherrschte man die Schildauer, sodass sie sich gar nicht entfalten konnten. Aber das störte sie wenig, denn das Ergebnis sprach für sie. Und wo das Glück den Schenkenberger in der Offensive nicht hold war, kam in der 42. Minute in der Defensive das Pech hinzu. Oder war es schon Unvermögen? Denn ein Standard!, allerdings nach einem fragwürdigen Schiedsrichterpfiff, ließ die Gastgeber das zweite Mal jubeln. Zweite Torchance, zweites Tor, das ist Effektivität. Wobei die Art und Weise der Verteidigung der Freistoßflanke schon als mangelhaft bis schlecht einzuordnen war. Womit im Trainingsplan der Wintervorbereitung wohl das Abwehren von Standards ganz weit oben stehen wird. 13 von 27 Gegentreffern nach Standards sprechen da eine deutliche Sprache. Und beinahe, keine zwei Minuten später, hätte sich die Statistik weiter verschlechtert. 35m, Freistoß, schlechte Abwehr, freistehender Gegner, daneben, Glück. Aus 3m vermochte es ein Schildauer Akteur den Ball am leeren Kasten vorbei zu schieben. Kurz darauf war Halbzeit, wo die Schenkenberger an den zweifelsohne spielerisch guten ersten Abschnitt aufbauten und Mut für die letzten 45 Minuten im Jahr 2018 machten. Und es begann vielversrechend, denn die Spielrichtung zeigte auf das Schildauer Tor. Die erste Möglichkeit im zweiten Durchgang war wieder Eric Huth vorbehalten. Aber auch sein vierter Versuch, ein Freistoßknaller aus 30m, landete nicht im Netz sondern am Querbalken des Tores. Es sollte einfach nicht sein. Die Schildauer, weiter nur mit Antifußball. Das war schon ernüchternd was der Landesklasseabsteiger auf den Rasen brachte, aber das Ergebnis gab ihnen wohl Recht. Bis zur Minute 55, denn da belohnten sich die Concorden für ihren Aufwand. René Schulze schlängelte sich durch das Schildauer Abwehrbollwerk um in der Spitze Franz Posdzich zu bedienen. Der junge Concorde zeigte keine Nerven, ließ Abwehrspieler und Torwart alt aussehen, als er die Kugel ins lange Eck hob. Nur noch ein Tor zum Punkt und noch 35 Minuten auf der Uhr. Und die Schenkenberger blieben auf den Gaspedal, was gegen die zwei Viererketten vor dem Strafraum nicht einfach war. Aber es boten sich Möglichkeiten. Zum Beispiel als in der 62. Spielminute Oliver Werner mit einem Tempolauf mit Ball Allen davonlief um über Rechts in den Strafraum zu ziehen und nur im letzten Augenblick vom Spielgerät getrennt wurde. Diese Rettungsaktion mündete jedoch in einem Rückpass zum Torwart, was einen indirekten Freistoß 5m vor dem Tor zur Folge hatte. Warum dieser viel zu hektisch und dazu unplatziert ausgeführt wurde, wird in der Spielanalyse zu erörtern sein. Denn der Versuch aus Nahdistanz blieb in der Mauer hängen und die folgenden Nachsetzaktionen klärten die vielbeinigen Gastgeber, womit eine sehr gute Möglichkeit auf den Ausgleich leichtfertig verschenkt wurde. Weiter, denn die Concorden blieben am Drücker aber der Uhrzeiger rannte auf das Spielende zu. So vergingen weitere 13 Minuten bis zur nächsten Einschußmöglichkeit. René Schulzes Freistoß konnte der Torwart nicht festhalten und nachdem Charlie Reichel am Schnellsten reagierte, hatten die Concorden schon den Torschrei auf den Lippen. Doch der Schildauer Keeper bekam liegend im letzten Moment irgendwie sein Bein noch hoch, er weiß vermutlich heute noch nicht wie, und klärte zur Ecke. Es war schon zum Verzweifeln, aber auch danach trieben sich die Concorden nach Vorn und bekamen in der 82.Minute die nächste Chance. Erneut vernaschte René Schulze im Strafraum mehrere Schildauer, kam jedoch nicht zum Abschluß. Der herbeigeeilte Eric Huth kam zur Hilfe, brachte aber bei seinem Schuß zu wenig Druck auf den Ball. Wie ungerecht der Fußball auch sein kann, zeigte sich in der nächsten Szene. Eckball Schildau, und nach dem dritten Nachschuß der Gastgeber lag der Ball zum entscheidenden 3:1 im Netz. Somit jubelten nach Spielende die Schildauer, denen es egal sein wird wie viele Spielanteile sie letztendlich hatten. Und bei den Schenkenbergern reichte die einstündige Rückfahrt nicht diese Niederlage zu verdauen. Eine insgesamt ernüchternde Halbserie ging damit zu Ende, wobei dieses 3:1 die Statistik besiegelte, daß 50% aller Gegentoren aus Standardsituationen resultierten. Letztendlich sollte aber der spielerische Aspekt den Schenkenbergern Mut für die Rückrunde im Jahr 2019 geben.
Damit wünsche ich allen Beteiligten, Verbündeten und deren Familien ein schönes Weihnachtfest, sowie einen guten Start ins neue Jahr.
(M.P.)


12.Spieltag: Conc. Schenkenberg - ESV Delitzsch 1:5 (1:2)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Perkuhn; Rinaldoni; Krohn(Schönbrodt 77.min); Werner; Posdzich (Reißig 68.min); Münnich(Tynchenko 62.min); Schulze; Reichel

Torschützen:
02.min 0:1; 13.min 1:1 Posdzich; 23.min 1:2; 67.min 1:3; 90.min 1:4; 92.min 1:5

Bericht:
Das letzte Heimspiel 2018 stand am ersten Dezembertag im Kalender der Concorden. Als Gegner kündigte sich kein geringerer als der ESV Delitzsch an. Es war also Derbyzeit angesagt. Die Eisenbahnen grüßen derzeit unangefochten von der Tabellenspitze und die Concorden aus der entgegengesetzten Tabellenregion, womit die Favoritenrolle offensichtlich beim Landesklasseabsteiger lag. Trotzdessen spürten die Schenkenberger die Chance eines Underdogs. Entsprechend ausgerichtet und motiviert betraten die Schwarz-Gelben bei optimalem Wetter, mit sonnigen 7°C, den von 137 Zuschauern gesäumten Platz. Der Leipziger Austauschschiedsrichter hatte die Partie gerade 100 Sekunden laufen, da lag der Ball auch schon im Netz. Aus Schenkenberger Sicht leider im Falschen, womit die taktische Ausrichtung früh über den Haufen geworfen war. Dieses Gegentor resultierte aus fehlender Zuordnung nach einem Eckball, was zusätzlich ärgerte. Denn schönere Gastgeschenke kann man eigentlich nicht verteilen. Fortan bestimmten die Gäste die Spielrichtung und die Concorden waren zum Verteidigen gezwungen. Was ihnen auch ganz gut gelang, weil die Eisenbahner von der gefährlichen Zone fern gehalten wurden. Unter dem Verteidigen litten zunächst jegliche Angriffsversuche. Die Delitzscher mit dem Gefühl einer Führung ließen die Kugel gut durch die beweglichen Reihen laufen. Wahrscheinlich ging es für sie zu einfach, denn die erste Unachtsamkeit nutzen die Concorden zum, in dieser Phase glücklichen, Ausgleich. Eine energische Balleroberung von Oliver Werner im linken Mittelfeld verlängerte Florian Münnich mustergültig in den Lauf auf Franz Posdzich auf Rechts. Seine Schnelligkeitsvorteile mit Ball ließ seinem Bewacher keine Chance, wonach er allein vor dem Delitzscher Torwart die Ruhe besaß und gezielt einschob. Somit hieß es nach 13 Minuten und der ersten guten Offensivaktion der Concorden 1:1. Das Spiel begann somit praktisch von vorn. Jetzt waren die Schenkenberger besser im Spiel und setzten immer wieder Akzente, wobei die Eisenbahner insgesamt gefälliger agierten. Einschußchancen boten sich ihnen jedoch nicht, zumindest nicht aus dem Spiel heraus. So war es erneut ein Standard, diesmal als Freistoß kurz hinter der Mittellinie, welcher für Gefahr für das Schenkenberger Tor sorgte. Aber was heißt Gefahr, er sorgte für den nächsten Rückschlag. Denn der Ball lag in der 23.Spielminute schon wieder im Netz. Alle Bemühungen die Gäste vom Tor fernzuhalten wurden mit einfachsten Deckungsfehlern zu Nichte gemacht, 1:2. Dieser Rückschlag wirkte danach nicht ganz so hart, wie zu Beginn, denn die Concorden sahen Möglichkeiten die Delitzscher zu beschäftigen. Vor allem wenn der Ball schnell, flach und präzise gespielt wurde, sah man die Gäste mit Problemen. Der beste Abschluß bot sich den Schenkenbergern in der 36. Minute, als eben direkt durchs Mittelfeld kombiniert wurde, durch Oliver Werners Schuß der nur knapp am Pfosten vorbeistrich. So stabilisierten die Concorden ihr Spiel, was Mut für den zweiten Abschnitt geben sollte. Dieser zeigte das gleiche Bild, die Eisenbahner mit Ballbesitz und die Concorden im Zerstören und dem Versuch zu kontern. 8 Minuten waren nach dem Seitentausch gespielt, da besaßen die Gäste die große Chance zur Vorentscheidung. Eine Zwei-Toreführung wäre wohl nicht mehr aufzuholen gewesen. Am Konjunktiv ist zu erahnen, dass diese Möglichkeit letztendlich ausgelassen wurde. Die Concorden konnten sich in dieser Szene bei Marcus Henning, der einen Schuß im Strafraum glänzend parierte, bei Maxime Rinaldoni, der den Nachschuß vor der Torlinie klärte und beim Unparteiischen, der ein Foulspiel im 16er nicht ahndete, bedanken. Und um es vorweg zu nehmen, es sollte die beste und einzige Chance der Kreisstädter aus dem Spiel heraus gewesen sein. Ansonsten ließen die Concorden wenig zu. Das Wenige, was sie zuließen waren Standardsituationen. Aber das genügte den Delitzschern auch für die Spielentscheidung, was in der 67.Minute mit dem 1:3 der Fall war. Ein ruhender Ball sorgte für Abstimmungs-, und Zuordnungsprobleme in der Schenkenberger Hintermannschaft, sodaß die Gäste wenig Mühe hatten zum Erfolg zu kommen. Ein Treffer aus der Rubrik Unnötig stellte die Weiche in Richtung Niederlage. Zwar konnte man den Concorden in Folge den Willen nicht absprechen, auch taktische Umstellungen wurden probiert, aber der Spitzenreiter stand felsenfest und spulte sein Pensum ab. Chancen auf beiden Seiten gleich Fehlanzeige, vielmehr Aktionen zwischen beiden Strafräumen ohne Zug zum Tor. Somit hätte wohl Jeder dieses leistungsgerechte 1:3 unterschrieben. Der ESV in vielen Belangen reifer, hätte eine schlechten Tag haben oder die Concorden zu leicht nehmen müssen und die Schenkenberger hingegen eine Sahnetag erwischen müssen, um ein anderes Ergebnis zu sehen. Obwohl ein anderes Ergebnis bekamen die Zuschauer doch noch zu sehen. In der letzten Spielminute, sowie in der Nachspielzeit setzte sich der Schenkenberger Alptraum bei Standardsituationen fort. Die Eisenbahner nutzen die eklatante Verteidigungsschwäche aus und netzten noch zweimal. 1:5 hieß es so nach dem Schlußpfiff, was eindeutiger klingt, als es das Spiel hergab. Das Resümee: Nur eine (3-fach) Chance aus dem Spiel zugelassen, dagegen 5 Gegentore nach 5 Standards gefangen. Nun gilt es diese Schwäche bereits im nächsten und damit letzten Hinrundenspiel abzustellen, wo es gegen einen weiteren Landesklasseabsteiger, dem TSV Schildau, geht.
(M.P.)


11.Spieltag: B/W Wermsdorf - Conc. Schenkenberg 3:0 (0:0)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Luther; Huth; Perkuhn; Krohn; Werner(Schönbrodt 85.min); Reißig (Jentzsch 65.min); Schulze; Reichel

Torschützen:
53.min 1:0; 62.min 2:0; 86.min 3:0

Bericht:
In den letzten 7 Spielen ungeschlagen, dazu eine positive Bilanz mit 9 Siegen, 2 Unentschieden bei 1 Niederlage gegen den anstehenden Gegner von Blau Weiß Wermsdorf. Was konnte da noch passieren? Jede Menge, denn die Concorden wurden in der zweiten Halbzeit zum Spielball der Hubertusburger und waren am Ende mit 3 Gegentoren noch gut bedient. Aber der Reihe nach. Zunächst empfing der gastgebende Verein die Schenkenberger Mannschaft in einem Kabinentrakt welcher in Nordsachsen seines Gleichen sucht, einfach nur Top. Der Sportplatz hingegen konnte sich nicht in selbige Kategorie einreihen, zeigte er sich neben zahlreichen Unebenheiten zusätzlich noch von geringen Abmaßen. Womit man sich wieder auf dem Niveau der 8.deutschen Fußballiga wähnte. Weil sich diese Bedingungen beiden Mannschaften bot, galten keine vorzeitigen Entschuldigungen. Vielmehr wollten die Concorden aufgrund der Eingangs erwähnten Statistik mit breiter Brust auftreten. Die Initiative ergriffen jedoch zunächst die Gastgeber, wonach schnell das taktische Rezept offenkundig wurde. Immer wieder langer Hafer, lautete die Devise. Damit waren die Concorden in der eigenen Hälfte gebunden und in der 3. Minute beinahe kalt erwischt worden. Eben einen langen Ball versuchte die eigene Abwehr routinemäßig per Kopfballrückgabe zu Torwart Marcus Henning zu klären. Doch aus Routine wurde Gefahr die der Schenkenberger Keeper nur unter großem Einsatz bereinigen konnte. Noch in der gleichen Spielminute wurde es für die Concorden, nach einem Freistoß, erneut brenzlig. Von der linken Kante des Strafraums brachte ein Wermsdorfer Spieler die ruhende Kugel scharf und präzise auf den Kasten, wo aber wiederholt Marcus Henning auf dem Posten war und den Rückstand verhinderte. Danach glätteten sich aber erst einmal die Wogen. Zwar war noch immer kein Fußballspiel zu erkennen, doch die Schenkenberger stellten sich nun besser auf die weiten Bälle ein. Das eigene Spiel litt dabei unter hoher Nervosität und wurde geprägt von zahlreichen Fehlpässen. Nach sage und schreibe 16 Minuten konnte der erste Torschuß der Concorden in Persona von Charlie Reichel notiert werden. Gleichzeitig eröffnete dies eine Schenkenberger Drangphase. Denn nur 2 Minuten danach strich der Ball nach einem Fallrückzieher von Michael Reißig nur Zentimeter über den Querbalken. Und als Oliver Werner in der 25. Minute aus Nahdistanz nur am glänzend reagierenden Hüter der Wermsdorfer knapp scheiterte, und Christopher Krohn's aussichtsreicher Schuß in der Abwehr hängen blieb, fühlten sich die Concorden im Spiel angekommen. Zudem erkannte man nun partiell spielerische Akzente was zusätzlich Mut machte. Zuviel Mut? Denn kurz darauf leistet sich die Abwehr der Concorden mit einem Rückpass einen groben Schnitzer. Der Pass mutierte zu einem Verrecker, und zu allem Übel rutsche dazu Marcus Henning beim Antritt weg, sodaß er zu spät kam und den heraneilenden Stürmer regelwidrig traf. Elfmeter, was für ein Geschenk. Jedoch schlug es der Wermsdorfer Schütze aus, und setzte den Ball neben das Tor. Dieser Fehlschuß konnte doch psychologisch zum Vorteil werden, wurde es aber nicht. Die Gastgeber nun sichtlich getroffen wurden nämlich von den Concorden zu wenig gefordert. So konnten bis kurz vor dem Pausenpfiff kaum Aktionen vor den jeweiligen Toren beobachtet werden. Den letzten nennenswerten Versuch hatten dann nochmals die Gastgeber, als sie mit einem Schuß aus 15 Metern das Tor am linken Pfosten verfehlten. So ging es leistungsgerecht torlos zum Pausentee. Mit dem positiven Gefühl, an diesem Tag die Statistik weiter aufbessern zu können, wollten die Schenkenberger das Tempo im zweiten Abschnitt erhöhen. Es blieb jedoch beim Vorhaben. Es zeigte sich nahezu das gleiche Bild wie zu großen Teilen in Halbzeit eins. Lange Bälle von Wermsdorf, was für die Concorden keine große Herausforderung war. Und im Spiel der Schenkenberger fehlte Paßgenauigkeit und Tempo um die Gastgeber zu verunsichern. Deshalb konnte wohl nur eine Unzulänglichkeit zu einem Treffer führen. Bitter, dass dieser Fehler den Concorden unterlaufen mußte und die Wermsdorfer das auszunutzen wußten. Ein unnötiger Fehlpaß, Fehlpässe sind eigentlich immer unnötig, aus der linke Abwehrposition landete beim Gegner. Dieser konnte sich unbedrängt die Kugel zurechtlegen um mit einer Bogenlampe aus 20m die Führung zu erzielen. Ein schöner Treffer nach 53 Minuten, leider auf der falschen Seite. Doch es war noch genügend Zeit diesen Spielstand zu egalisieren. Aber die Concorden konnten nicht mehr an die guten Minuten der ersten Halbzeit anknüpfen um die Wermsdorfer zu gefährden. Vieles blieb Stückwerk zudem ließ man die Grundtugenden wie Einsatz und Laufbereitschaft vermissen. Zwar setzten die Concorden Nadelstiche blieben aber immer wieder in der Abwehr hängen oder fanden ihren Meister im Wermsdorfer Keeper. Anders die Gastgeber, die mit Lust und Willen immer einen Schritt und einen Gedanken schneller waren. Somit folgte die vermeintliche Vorentscheidung bereits 9 Minuten nach der Führung. Eine flache Eingabe von links wurde unzureichend verteidigt, wonach ein Wermsdorfer Akteur 3m vor dem Tor völlig blank die Kugel bekam und wenig Mühe hatte einzuschieben, 2:0. Auch danach war noch genügend Zeit, um etwas Zählbares aus dem Spiel mitzunehmen. Gerade auf dem kleinen Spielfeld sollte man doch schnell vor den gegnerischen Kasten kommen, aber die Concorden konnten sich nicht pushen und blieben harmlos. Als man gerade von der Seitenlinie die Defensive lösen wollte um eine Position im Angriff zu gewinnen, dezimierte man sich zu allem Übel mit einer gelb/roten Karte selbst. In Unterzahl wurde es nun schon fast aussichtslos den Turnaround zu schaffen. Im Gegenteil, in der verbleibenden Viertelstunde mußte man schon froh sein, daß es kein Debakel wurde. Ganze fünf Mal schafften es die Wermsdorfer allein vor dem Tor der Concorden aufzutauchen. Allein dem Keeper Marcus Henning und dem Unvermögen der Gästestürmer ist es zu verdanken, dass der Rückstand nicht höher ausfiel. Nicht unerwähnt sollen aber auch die Möglichkeiten der Schenkenberger bleiben, auch wenn sie nicht von der Güte der Hausherren war. So verfehlte ein Kopfball in der 75.Minute von Christopher Krohn das Tor nur knapp und in der 81. Minute parierte der Torwart einen ordentlichen Schuß von Oliver Werner glänzend, wonach der Nachschuß von René Schulze in der Abwehr hängen blieb. Insgesamt war dies aber zu wenig um hier etwas mitzunehmen. Die Wermsdorfer verdienten sich die drei Punkte, weil sie den Sieg einfach mehr wollten. Am Ende gelang ihnen auch noch der dritte Treffer, womit auch das Kräfteverhältnis im Ergebnis verdeutlich wurde. So traten die Concorden mit hängenden Köpfen, wohlwissend woran es gelegen hatte, die lange Heimreise an.
(M.P.)


1/4 Finale TZ Bärenpokal: Conc. Schenkenberg - SG Zschortau 2:1 (1:0)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Luther; Huth; Krohn (Jentzsch 79.min); Schulze; Werner; Rinaldoni (Schönbrodt 73.min); Tynchenko (Welke 86.min); Reichel

Torschützen:
11.min 1:0 Schulze; 46.min 2:0 Werner; 83.min 2:1;

Bericht:
Nach zuletzt 3 Unentschieden in der Liga, mußte es an diesem Tag einen Sieger geben. Denn das Pokalviertelfinale stand an. Die Schenkenberger hatten Heimrecht und empfingen die SG aus Zschortau. Ein Aufeinandertreffen beider Mannschaften gab es ja bereits schon am 1.Spieltag, wo die Concorden den Kürzeren zogen. Es war also an der Zeit für eine Revanche, winkte doch für das Osterwochenende im kommenden Jahr das Halbfinale dieses Wettbewerbs. Personell fehlte den Concorden für diese Partie die gut zuletzt gut aufgelegten Christian Perkuhn und Michael Reißig arbeitsbedingt, zudem verweilte Florian Münnich noch im Jahresurlaub und Daniel Roos befand sich nach Knie OP noch im Aufbautraining. Glücklicher Weise standen Oliver Werner (Schichttausch), René Schulze (Urlaubsrückkehr) und Eric Huth (Heimaturlaub) zur Verfügung, sodaß ein schlagkräftiges Team aufgeboten werden konnte. Für einen tollen Rahmen sorgten vor dem Anpfiff zahlreiche Zuschauer, die den Platz säumten. Und die sahen gleich zu Beginn druckvolle Gastgeber. Wollte man doch mit seinen schnellen Spielern die Zschortauer in Bedrängnis bringen. Dies gelang, womit die Gäste in die eigene Spielhälfte gedrängt wurden. Die Zschortauer agierten sehr defensiv, sodaß den Concorden Einschußchancen verwehrt blieben. Obgleich man das Gefühl hatte, dass es dafür wohl nur eine Frage der Zeit sein sollte. Betrieben die Gäste doch einen hohen Aufwand den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten fehlte den Schenkenbergern gleichzeitig nur noch die letzte Aktion. Dass das erwartete 1:0 dann nicht aus dem Spiel heraus fiel, störte letztendlich keinen der Sympathisanten von Concordia. Hierfür nutzen die Schenkenberger nach 11 Minuten eine Freistoßmöglichkeit aus 20 Metern. Brachte in der letzten Partie aus fast identischer Position noch Yannick Schönberg den Torhüter ins Wanken, zelebrierte diesmal René Schulze diesen Schuß per Schlenzer. Dies erwies sich als richtige Entscheidung denn der Ball fand den Weg in den linken Torwinkel. 1:0, ein Auftakt nach Maß. Danach wollten die Concorden die gute Phase nutzen und möglichst nachlegen. Somit blieben sie weiter auf dem Gaspedal und zwar im Vorwärtsgang. Die beste Möglichkeit zum Nachlegen bot sich Charlie Reichel, der im Strafraum aus spitzem Winkel abschloß, seinen Meister jedoch zwischen den Zschortauer Torpfosten fand. Bis dato war Offensiv von den Gästen nicht viel zu sehen, aber ihr erster Torschuß in der 25.Minute sorgte gleich für einen Klos im Hals der Schenkenberger. Ein hochgetreten Freistoß aus dem zentralen Mittelfeld vermag kein Concorde zu verteidigen, sodass ein Zschortauer Spieler einen Kopfball Richtung Tor absetzten konnte. Marcus Henning im Tor war bereits überwunden doch der Ball landete nicht im Netz sonder prallte an den Pfosten. Glück für die Concorden, hätte ein Treffer den Spielverlauf zwar auf den Kopf gestellt, den Gästen wäre es wohl egal gewesen. Diese Aktion schien die Schenkenberger zu mehr Vorsicht aufgerufen haben, fortan nahmen sie nämlich das Tempo aus dem Spiel. Dies lies die Begegnung, die nun meist zwischen den Strafräumen stattfand, verflachen. Erst gegen Ende der ersten 45 Minuten setzten die Concorden wieder Nadelstiche, wo ein Ausbau der dünnen Führung möglich war. Am nächsten war Christopher Krohn an diesem Treffer, als er einen mustergültigen Steckpass von Yannick Schönberg nicht am Zschortauer Keeper vorbei brachte. Im zweiten Durchgang wollten die Schenkenberger wieder mutiger agieren, möglichst den zweiten Treffer nachlegen und eine Verlängerung oder gar Schlimmeres vermeiden. Es hatten noch nicht alle Zuschauer ihre Plätze wieder eingenommen, da jubelten die Schwarz-Gelben bereits. 35 Sekunden waren vorüber, da erhöhte Goalgetter Oliver Werner auf 2:0. Nach einer Unachtsamkeit der Zschortauer Verteidigung setzten die Concorden entscheidend nach, erzwangen dadurch Fehler und nutzen diese in Persona des bereits erwähnten eiskalt aus Nahdistanz. Übrigens konnte Oliver Werner damit seine engagierte Leistung über die gesamte Spielzeit belohnen. Als steter Unruheherd sorgte er neben Charlie Reichel immer wieder für Verwirrung in der Zschortauer Elf und war so Garant für vielen erfolgreiche Situationen sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Mit dem 2:0 schienen die Zschortauer Vorhaben aus der Pause der über den Haufen geworfen, denn eine Reaktion war zunächst nicht erkennbar. Anders die Concorden, vom Zwischenstand beflügelt spielten sie weiter nach vorn. Nach 62 Minuten dann die große Möglichkeit auf das 3:0. Wieder spielten Oliver Werner und Charlie Reichel mit einer schnellen Kombination die Zschortauer auseinander, den Abschluß des 18-jährigen konnte aber der beste Zschortauer an diesem Tag mit einem Reflex auf der Linie verhindern. Nur 2 Minuten später die nächste Möglichkeit zur Vorentscheidung durch, Oliver Werner. Eine Direktabnahme aus 20m brachte er gefährlich aufs Tor um danach jubelnd abzudrehen. Aber auch hier lenkte der Zschortauer Keeper das Spielgerät gerade noch an den Pfosten, womit er sein Team noch halbwegs im Wettbewerb hielt. Obwohl man, wonach noch 26 Minuten zu spielen waren, nicht das Gefühl hatte, dass die Gäste noch einmal zurück kämen. Doch eine Viertelstunde vor dem Abpfiff schöpften sie mit Offensiveinwechslungen auf einmal Hoffnung. Somit bekam die Schenkenberger Defensive erstmals ein paar Aufgaben. Gerade in Standardsituationen versprühten die Zschortauer Gefahr, so strich ein Kopfball nicht weit am Schenkenberger Kasten vorbei. Zusehends häuften sich Nicklichkeiten und Provokationen, was aber eher den Gästen schadete, denn der Unparteiische lies sich nicht von seiner Linie abbringen. Doch nach 83 Minuten lag der Ball dann doch im Schenkenberger Netz. Unter gütiger Mithilfe der Concorden nutzen die Zschortauer einen Fehler im Spielaufbau, brachten danach den Ball schnell in den Strafraum, wo der Gästestürmer frei zum Anschluß einschieben konnte. Die letzten Minuten waren zwar, ob des Spielstandes, nochmals brisant. Doch das Spielgeschehen, Zschortau wurde nicht mehr zwingend, ließ kein großes Zittern bei den Schenkenberger Kickern zu. Trotzdem war die Erleichterung nach dem Schlußpfiff groß, hatte man doch das Pokalhalbfinale vollkommen verdient erreicht.
(M.P.)


10.Spieltag: Conc. Schenkenberg - SV Süptitz 2:2 (0:2)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Luther; Bachmann(Schönbrodt 66.min); Perkuhn; Krohn(Tynchenko 55.min); Werner; Reichel; Reißig; Jentzsch (Rinaldoni 46.min)

Torschützen:
35.min 0:1; 40.min 0:2; 60.min 1:2 Werner; 73.min 2:2 Werner

Bericht:
Der Landesklasseabsteiger der letzten Saison, SV Süptitz, reiste am 10.Spieltag in Schenkenberg an um als Favorit die zu vergebenden 3 Punkte mit nach Hause zu nehmen. Die Concorden wollten zunächst möglichst wenig Fehler produzieren, um dann selbstbewusst die eine oder andere Chance zu kreieren. In den ersten Minuten gaben erwartungsgemäß die Gäste den Ton an. Mit viel Laufarbeit und Positionsverschieben wurden die Concorden zum Verteidigen gezwungen. Das funktionierte jedoch ganz gut, denn die Süptitzer kamen erst nach 16 Minuten zu ihrem ersten Abschluß. Hier verteidigten die Concorden an der Strafraumkante zu nachlässig, sodaß die Gäste abziehen konnten dabei aber das Tor verfehlten. Bei den Schenkenbergern lief nach Vorn nicht viel zusammen, meistens verlief hier schon 25m vor dem Tor der Angriff im Sand. Bis zur 26.Spielminute, als sich Charlie Reichel über die rechte Seite durchsetzte und im Rückraum Michael Reißig flach bediente. Sein scharfer Schuß aus 14m strich aber am Pfosten vorbei. Diese Szene zeigte den Concorden, dass man sich nicht verstecken brauchte. Somit verlagerte sich das Geschehen nun ins Mittelfeld, wo jetzt beide Teams auf Augenhöhe spielten. Die besseren Möglichkeiten konnte man sogar den Schenkenbergern attestieren. Denn nach einer halben Stunde war es erneut Michael Reißig, der im Strafraum gleich zwei Süptitzer Spieler auswackelte, so zum Abschluß kam aber erneut den Kasten verfehlte. Mitten in dieses positive Gefühl stachen die Süptitzer eiskalt zu. Nach einem Ballverlust in der linken Verteidigung schaltete ein Akteur der Gäste schnell, indem er eine Flanke mustergültig platzierte, dass sein Mannschaftskollege per Kopf keine Probleme hatte die Kugel im Tor unterzubringen. 35.Minute 0:1. Dieser Treffer zeigte bei den Concorden Wirkung, denn keine Minute später leitete ein kapitaler Fehlpass in der Zentrale die nächste Möglichkeit für die Gäste ein. Zum Glück schlugen die Süptitzer das Geschenk aus, womit es beim knappen Rückstand blieb. Aber nicht lange, denn in der 40. Spielminute führte eine unglückliche Szene dann doch zum 0:2. Beim Versuch einen scharfen Eckball zu klären, rutschte Yannick Schönberg das Spielgerät über den Spann um dann unhaltbar im Schenkenberger Tor einzuschlagen. Mit diesem Doppelschlag binnen 5 Minuten, als die Concorden gut im Spiel waren, trafen die Gäste mitten ins Mark der Hausherren. Die restliche Zeit in Durchgang Eins versuchten die Schenkenberger ohne weiteren Schaden zu überstehen, was auch gelang. In der Halbzeitpause wurden noch einmal alle Kräfte mobilisiert, um das fast Unmögliche zu realisieren. Aber gleich die ersten Minuten der 2.Halbzeit versprühten wenig Hoffnung. Die Süptitzer fanden gleich den Vorwärtsgang und drangen die Schenkenberger in die eigene Spielhälfte. Womöglich suchten sie eine zeitnahe Vorentscheidung. So war noch keine Minute vorüber, da mußte Torwart Marcus Henning bereits eine Chance entschärfen. Nur 5 Minuten später verzeichneten die Gäste ihre nächste Möglichkeit. Diesmal verfehlte ein Kopfball das Gehäuse nach einer Ecke nur knapp. Der Druck der Süptitzer war in dieser Phase schon enorm, sodass sich nur wenig Zuversicht auf ein besseres Ergebnis bot. Doch plötzlich, als ob jemand einen Schalter umlegte, übernahmen die Concorden das Zepter. Folgend hatten die Concorden Tempo im Spiel nach Vorn. Vor allem über die linke Seite wurden die Angriffe voran getrieben. So auch in der 59.Minute als die sich die bis dato beste Chance zum Anschluß bot. Eine flache Eingabe von Michael Reißig erwischte Charlie Reichel vor dem Tor noch irgendwie mit der Hacke, womit er aber keine Kontrolle über den Abschluß bekam und so der Gästekeeper den Ball halten konnte. Jetzt war Feuer drin, und die Concorden griffen weiter an. Den Lohn dafür ernteten die Concorden schon einen Angriff später, der ein Spiegelbild der Szene zuvor war. Michael Reißig über Links bediente Charlie Reichel im Zentrum, diesmal 8m vorm Tor, der mit seinem Schuß noch am Gästekeeper scheiterte. Doch Oliver Werner schaltete in Torjägermanier und setzte erfolgreich nach. 1:2 und noch eine halbe Stunde auf der Uhr. Mit breiter Brust spielten die Concorden vehement auf den Ausgleich, womit die Süptitzer sichtlich Probleme hatten. Hatten sich die Gäste übernommen? Konditionell hatten die Concorden nämlich mehr zu zusetzten, was die Spielanteile deutlich in Richtung Gästetor schob. Die bedingungslose Offensive barg zwar ein Risiko für Konterangriffe, doch die Concorden waren in allen Mannschaftsteilen gallig und konzentriert, sodass keine Gefahr entstand. Vielmehr mußten die Süptitzer um den Sieg bangen. Und dies zu Recht, denn in der 73.Minute zappelte der Ball wieder im Netz. Die Concorden schienen die Schwachstelle erkannt zu haben, denn erneut verlief ein schneller Angriff über die linke Seite. Michael Reißig auf Charlie Reichel der auf Fritz Schönbrodt passte, welcher mit guter Übersicht Oliver Werner frei spielte, der wiederum auch in dieser Szene seine Kaltschnäuzigkeit bewies und die Kugel im Tor unterbrachte. 2:2 der mittlerweile verdiente Ausgleich. Jetzt wollten die Concorden sogar noch mehr als den einen Punkt und spielten weiter in die richtige Richtung. Doch die Zeit schien den Schenkenbergern wegzurennen. Angriff auf Angriff rollte auf das Süptitzer Tor, aber so richtige Chancen boten sich bis kurz vor dem Abpfiff nicht mehr. Erst in der 87.Minute ging der Puls noch einmal nach oben, als Yannick Schönberg einen Freistoß aus 20m aufs Tor nagelte, doch seinen Meister im Torwart der Süptitzer fand, der den Ball wegfausten konnte. Die letzte Möglichkeit des Spiels hätte den Verlauf noch einmal kippen lassen, denn einen langen Ball der Gäste klärte Marcus Henning im Herauslaufen gerade noch vor dem heranstürmenden Gästestürmer. Kurz darauf war Schluß, und ein insgesamt gerechtes Remis stand im Spielformular. Dies war nun bereits das dritte Unentschieden in Folge in welchem man die Bewertung "leistungsgerecht" vergeben mußte. Gleichzeitig hält die Ungeschlagenserie das 6. Spiel.
(M.P.)


9.Spieltag: FV Bad Düben - Conc. Schenkenberg 1:1 (0:1)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Luther; Rinaldoni; Schulze; Münnich(Krohn 75.min); Werner; Tynchenko; Reichel Reißig; (Schönbrodt 60.min)

Torschützen:
3.min 0:1 Reißig; 65.min 1:1

Bericht:
Als die Concorden zum Auswärtsspiel nach Bad Düben fuhren, fanden sie ein bestens präpariertes Spielfeld vor, welches zum Fußballspielen förmlich einlud. Sportlich rangieren beiden Teams in der Tabelle punktgleich im unteren Tabellenmittelfeld, wobei im besten Falle mit 3 Punkten sogar der Sprung auf Rang vier möglich war. Wie zuletzt fanden die Concorden wieder gut in die Partie. Gut eingestellt und konzentriert wurde auf das Tor der Gastgeber gespielt. Diese offene Einstellung sollte dann bereits in der dritten Minute des Spiels belohnt werden. Ein schnörkelloser Angriff über die rechte Seite erreichte den Urlaubsrückkehrer Oliver Werner. Mit gutem Auge legte er einen Schuß aus 17m an der Abwehr vorbei und als der Torhüter ebenfalls keine Chance auf den Ball hatte, stand den Heidestädtern zunächst der Innenpfosten Pate. Danach reagierte Michael Reißig, diesmal als Stürmer eingesetzt, geistesgegenwärtig indem er den Abpraller im Netz unterbrachte. Ein zeitiges 0:1, womit ein Start nach den Vorstellungen eines jeden Auswärtsteams gelungen war. Denn nun mußte die Heimelf agieren, um eine Niederlage vor eigenem Publikum abzuwenden. Aber den Gastgebern fiel nicht viel ein, die Concorden in Bedrängnis zu bringen. Vielmehr schafften es die Schenkenberger die Dübener zu beschäftigen. Hoch motiviert und hellwach wurden die Bemühungen der Gastgeber bereits im Mittelfeld unterbunden und danach selbst Druck ausgeübt. Jedoch fehlte den Concorden oftmals der letzte Paß um in die Gefahrenzone zu gelangen. So mußte man schon bis zur 17. Minute auf die nächste Möglichkeit warten. Diese stand dann beispielhaft, weil sie aus der Distanz entstand. René Schulze versuchte es aus 18 Metern, verpeielte sich aber, sodass der Ball links am Kasten vorbei ging. Den ersten zaghaften Versuch der Gastgeber konnte man in der 19. Minute notieren, als ein Fernschuß jedoch deutlich über das Gehäuse flog. Danach wurden die Schenkenberger noch selbstbewußter und aktiver, schafften es aber erst gegen Ende der ersten Halbzeit Torgefahr zu erzeugen. Die beste Chance zum Ausbau der Führung bot sich in der 42. Minute. Charlie Reichel attackierte den leichtsinnigen Innenverteidiger der Bad Dübener und erspitzelte die Kugel und bediente 7m vor dem Tor Oliver Werner, der aber im letzten Moment noch am Abschluß gehindert wurde. Wodurch lediglich das Eckenverhältnis aufgebessert wurde. Der resultierende Eckball fand den Weg zu René Schulze, der mit seinem Versuch aus 18m wieder keinen Erfolg hatte, weil ein Abwehrspieler gerade noch den Weg zum Tor versperrte. So blieb es zur Halbzeitpause bei der schmalen, verdienten aber vielleicht zu dünnen Führung. Nach dem Seitenwechsel änderte Bad Dübens Trainerfuchs Walter Wojna seine taktische Ausrichtung. Mit einer kompakteren Zentrale versuchte er nun die Concorden zu überwinden. Damit wurden die Gastgeber aktiver, doch die Schenkenberger zeigten sich weiter konzentriert und in den Zweikämpfen stabil. Die sich zwangsläufig bietenden Räume fanden die Concorden, konnten sie aber, wie bereits Mitte der ersten Halbzeit, nicht zu Einschußchancen verwerten. Nach einer Stunde ging nochmals ein Ruck durch die Bad Dübener Mannschaft. Jetzt wurden sie giftiger, vor allem in den Zweikämpfen hatten sie nun mehr zuzusetzen, womit die Concorden eine Linie nach hinten rutschten. So drangen die Gastgeber vehement auf den Ausgleich. Ihre beste Möglichkeit dazu bot sich nach einem Freistoß aus dem rechten Mittelfeld, als eine Flanke einen Bad Dübener Spieler erreichte, der aussichtsreich jedoch neben das Tor köpfte. Durch diesen Offensivdrang boten sich nun Konterräume für die Concorden. Ein weiterer Treffer der Schenkenberger hätte wohl auch die Vorentscheidung bedeutet. Diese Gelegenheit bot sich nach 63 Minuten. Eine Flanke von Maxime Rinaldoni, konnte Sascha Tynchenko per Kopfball Richtung Tor lenken, jedoch verhinderte eine Abwehraktion der Gastgeber den Erfolg. Anstelle der Vorentscheidung fiel in der 65. Minute dann der Ausgleich. Die Bad Dübener durchquerten einen Fehlpass 25m vor dem Schenkenberger Tor, spielten sich bis auf die Grundlinie um flach nach Innen zu passen, wo ein Mitspieler sich die Chance aus 3m nicht nehmen ließ und einschob. 1:1 ärgerlich aber nicht unverdient. Jetzt hatten die Bad Dübener Blut geleckt und wollten mehr. Die Schenkenberger zeigten sich beeindruckt, so schwang in jeder Aktion eine gewisse Nervosität mit, denn keiner wollte den entscheidenden Fehler begehen. Trotzdem zeigte man sich einsatzfreudig und konnte sich so nach und nach wieder stabilisieren. Und so hatte man sogar die beste Chance auf den vermeintlichen Siegtreffer. Nach einem schnellen Freistoß zirkelte Oliver Werner einen Flankenball mustergültig in den Strafraum, wo Sascha Tynchenko das Spielgerät aus der Luft technisch perfekt kontrollierte um Zentimeter (gefühlt) vor die Linie zu vollenden. Den Torschrei bereits in der Kehle, zischte der Ball aber über das Tor, unfassbar. Dies bereits in der 81. Minute, und die Concorden sahen jetzt auch ihre Chance, womit die letzten Minuten zum offenen Schlagabtausch mutierten. Nur drei Minuten später machte sich Oliver Werner mit dem Ball auf dem Weg zum Tor, konnte aber weniger Meter vor dem Ziel gestellt werden. Im ersten Moment regelwidrig, aber bei nüchterner Betrachtung doch zu wenig für einen Strafstoß. Die letzte Möglichkeit für eine Spielentscheidung war dann den Gastgebern vorbehalten, wenn auch eher ungewollt. Eine abgerutschte Flanke von der Außenlinie verwandelte sich während der Flugphase in einen Torschuß und segelte über alle hinweg an den Innenpfosten des Schenkenberger Tores und von dort aus ins Feld zurück. Glück in dieser Aktion für die Concorden, kurz darauf war Schluß und beide Mannschaften trennen sich unisono Unentschieden. Der gut leitende Schiedsrichter Tobias Bendel kam in der fairen intensiven Partie bemerkenswert ohne gelbe bzw. rote Karten aus.
(M.P.)


8.Spieltag: Conc. Schenkenberg - FSV Krostitz II 1:1 (1:1)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Perkuhn; Rinaldoni; Schulze; Münnich; Reißig(Luther 80.min); Posdzich( Welke 70.min); Schönbrodt (Tynchenko 60.min); Reichel

Torschützen:
17.min 1:0 Schulze; 21.min 1:1

Bericht:
Die Schenkenberger Concorden empfingen zum Heimspiel die zuletzt starke Krostitzer Reserve, welche eine Woche zuvor den Landesklasseabsteiger Schildau mit 5:1 deklassierten. Aber auch die Concorden waren nach 3 Siegen in Folge in der Spur und wollten die gesamten Punkte zu Hause behalten. Von Beginn an war das Selbstbewußtsein beider Mannschaften nicht zu übersehen. Es gab keine Abtastphase, so wurde flott nach vorn gespielt und die Zweikämpfe intensiv begangen. Konnte sich zunächst kein Team vor dem gegnerischen Tor gefährlich zeigen, änderte sich das in der 8.Spielminute. Einen Fernschuß der Gäste konnte Marcus Henning nur zur Seite abwehren, wo der Krostitzer Stürmer im Nachschuß aus 3 Metern das leere Tor verfehlte. Glück in dieser Szene für die Concorden. Die sich davon aber nicht beeindrucken ließen, denn im direkten Gegenzug prompt antworteten. Yannick Schönberg setzte sich energisch auf der rechten Außenbahn durch um scharf nach Innen zu flanken. Als Abnehmer standen jedoch gleich zwei Schenkenberger parat, was in diesem Fall einer zuviel war, denn die Abstimmung fehlte somit wurde der Ball aus kurzer Entfernung verpasst. 1:1 nach Chancen und weiter 0:0 auf der nichtvorhandenen Anzeigetafel. Jetzt zeigten die Einheimischen mehr Zug zum Tor und so lag der Ball in der 12.Minute im Netz der Krostitzer. Charlie Reichel setzte Fritz Schönbrodt in Szene, der in Stürmermanier den Krostitzer Torwart überwand. Die Freude darüber war aber nur sehr kurz, denn der Linienrichter sah eine Abseitsstellung und hob daher seinen Wimpel. Aber auch die Schenkenberger ließen nicht nach und die nächste Möglichkeit nicht lange auf sich warten. Wieder kam Fritz Schönbrodt im Strafraum zum Abschluß, doch diesmal rutsche er weg, womit sein Schuß vom Keeper zur Ecke geklärt werden konnte. Den resultierenden Eckball bekamen die Krostitzer nur unzureichend bereinigt, denn das Spielgerät fiel René Schulze 18 Meter vor dem Tor vor die Füße. Dass er eine gute Schußtechnik und dazu ein gutes Auge vorzuweisen hat, bewies sein folgende Kracher, der über Freund und Feind vom Innenpfosten in die Maschen flog. 1:0, die verdiente Führung nach 17 Minuten. Damit hatte man die Gäste erst einmal geschockt, um sie dann aber nur 240 Sekunden später wieder zurück ins Spiel zu holen. Durch fehlende Zuordnung bei einem Eckball, kam ein Krostitzer Spieler mutterseelen allein zum Kopfball. Dieses Geschenk nahm er dankend an und stellte den Ausgleich her. In den verbleibenden 24 Minuten des ersten Durchgangs zog es keine Mannschaft mehr aussichtsreich vor das gegnerische Tor. Zwischen den Strafräumen sahen die Zuschauer dennoch eine ordentliche und weiterhin intensive Partie. Unverändert präsentierte sich auch dann der Start in die zweite Halbzeit. Wobei die Gäste nun offensichtlich Alles in Standards investierten, denn ihr vermeintlicher Spielgestalter war bis dato und auch in der Folge bei Christian Perkuhn vollkommen abgemeldet, wodurch die Krostitzer aus dem Spiel heraus keine Gefahr verbreiten konnten. Aber die ruhenden Bälle hatten es in sich. So brannte es gleich nach zwei Eckbällen in Folge im Schenkenberger Strafraum lichterloh, was nur im Verbund und dazu etwas unorthodox gelöscht werden konnte. Die Concorden hatten ihre Stärken im spielerischen Bereich und konnten sich hierdurch Möglichkeiten erarbeiten. Das führte gegenüber den Gästen zu einem klaren Chancenplus, spiegelte sich jedoch nicht im Ergebnis wieder. So konnte zum Beispiel in der 55. Minute Fritz Schönbrodt kurz vor dem Tor am Abschluß gestört werden, in der 68.Minute ging ein 16m-Schuß von Franz Posdzich nur knapp über den Querbalken, René Schulzes Schußversuche die in der 72. Minute blieben beide in der Abwehr hängen, nur eine Minute später scheiterte Charlie Reichel mit seinem Abschluß aus rechter Position im kurzen Eck am Torwart und nach 82 Minuten verfehlte wieder ein Schuß von René Schulze das Ziel oberhalb. Gleichzeitig muß man aber auch gestehen, daß die Gelegenheiten allesamt nicht zwingend genug waren um die Krostitzer zu Fall zu bringen. Vielmehr mußten die Concorden in der letzten Aktion des Spiels noch einmal um den einen Punkt bangen. Denn die Krostitzer hatten die letzte Möglichkeit per Freistoß, der gekonnt über die Mauer geschlenzt wurde, aber von Marcus Henning entschärft wurde. Danach war Schluß und es stand 1:1, was sich etwas wenig anfühlte. Am Ende kann man konsternieren, dass die Concorden etwas mehr aufs Tor drängten und die Krostitzer durch Standards Gefahr versprühten, womit sich beide Mannschaften neutralisierten und damit das Remis durchaus gerecht ist.
(M.P.)


7.Spieltag: SV Naundorf - Conc. Schenkenberg 1:2 (0:1)

Aufstellung:
Henning; Schönberg (Bachmann 80.min); Pohl; Luther; Rinaldoni; Perkuhn; Schulze; Jentzsch (Münnich 65.min); Reißig; Schönbrodt( Welke 80.min); Reichel

Torschützen:
21.min 0:1 Rinaldoni; 50.min 1:1; 77.min 1:2 Rinaldoni

Bericht:
Zum punktlosen Schlußlicht der Nordsachsenliga, dem SV Naundorf, fuhren die Concorden an diesem Spieltag. Der Aufsteiger aus der Kreisliga verkündete vor dieser Spielzeit optimistisch als Saisonziel einen Platz im oberen Tabellenfeld. Aktuell weit davon entfernt, wollten sie gegen die Schenkenberger wohl die Aufholjagd beginnen. Die Schenkenberger setzten sich das Ziel die Gastgeber in der Rangliste auf Distanz zu halten. Daß dies kein leichtes Unterfangen werden sollte, zeigte der Blick auf die Personalsituation. Gleich fünf Spieler fehlten den Concorden verletzungs-, arbeits- bzw. urlaubsbedingt für diese Partie. Trotzdem wollten man nicht abwartend, sondern viel mehr offensiv agieren. Und schon die ersten Minuten unterstrichen dieses Vorhaben, denn bereits in der 3.Minute konnten die Concorden eine gute Möglichkeit verzeichnen. Eine scharfe, flache Eingabe von Charlie Reichel aus rechter Position erreichte den einlaufenden Stefan Jentzsch am kurzen Pfosten, der den Ball jedoch nicht im Tor unterbringen konnte. Damit zeigten die Concorden wie es auf dem schmalen Platz gehen könnte. Die Gastgeber mit einer defensiven Taktik zogen sich weit in die eigene Hälfte, so hatten es die Concorden schwer, spielerisch hinter die Ketten zu kommen. Da es in ihrem Spiel an Tempo und Laufbereitschaft mangelte, brachte man die Gastgeber wenig in Verlegenheit. Dennoch blieb man initiativ und damit optisch das bessere Team. Nach 10 Minuten schaffte es so die nächste Möglichkeit auf den Notizzettel, wenn auch unter gütiger Mithilfe der Naundorfer. Eine eher verunglückte Flanke von André Luther aus dem Mittelfeld setzte auf dem harten Boden im Strafraum einmal auf, worauf der Ball über den heraus eilenden Torwart sprang, im letzten Moment konnte er jedoch noch vor der Torlinie retten. Auch an der nächsten Möglichkeit war André Luther beteiligt, denn nach einem Eckball kam er als Erster an die Kugel, setzte den Kopfball aber neben das Tor. Da es wie bereits erwähnt spielerisch keine Mittel gefunden wurden, versuchten es die Schenkenberger häufig mit langem Hafer, teils sogar aus der eigenen Hälfte. Damit wurden die Naundorfer nicht übermäßig gefordert. Obwohl Fritz Schönbrodt nach einer Viertelstunde einen Flugkopfball, nach eben einem langen Ball von Tobias Pohl, an den Pfosten setzte. Da die Gastgeber Offensiv nichts anboten und den Concorden die Ideen fehlten, wirkte das Spiel sehr Zerfahren. So konnte es nicht anders kommen, dass eine außergewöhnliche Aktion den ersten Treffer beförderte. Konnten die Naundorfer noch zwei Einwürfe von Yannick Schönberg ins Seitenaus klären, bekamen sie den dritten Versuch hintereinander nur per Handspiel gelöst. Da dies im 16er passierte pfiff der Schiedsrichter folgerichtig Elfmeter. Diese Möglichkeit ließ sich Maxime Rinaldoni nicht nehmen und stellte auf 0:1. 21 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt und man hoffte nun, dass sich mehr Räume ergeben. Aber die Gastgeber sahen weiterhin keine Veranlassung auf ein Spiel nach vorn. Da auch den Concorden nur bis zum Strafraum kamen, wurden keine Chancen mehr aktenkundig. Die zweite Halbzeit zeigte sich von Beginn an verändert, mußten doch die Gastgeber etwas tun. Das brachte die erhofften Räume, was zunächst die Schenkenberger für sich nutzen. Mit Bewegung in vorderster Front wurden Lücken gerissen. So kam Spielgestalter René Schulze in der 48. Minute gleich zu zwei guten Einschußchancen. Zuerst setzte er aus 18m den Schuß zu hoch an, sodaß der Ball über das Gehäuse flog. Danach nahm er eine Eingabe von Rechts, Charlie Reichel war Absender, sehenswert volley jedoch neben den Pfosten. Von diesen Aktionen noch positiv angetan lag der Ball auf einmal im Schenkenberger Netz. Mitten hinein in den Schenkenberger Offensivdrang konterten die Naundorfer, und stellen mit ihrem ersten Torschuß auf Unentschieden. Die Abwehr, bis dahin tadellos, verhielt sich hier taktisch unglücklich und konnte so den Treffer nicht verhindern. Fortan war es ein offener Schlagabtausch, wobei die Naundorfer weiter auf Kontermöglichkeiten warteten, aber nicht mehr so tief standen wie im ersten Durchgang. Damit konnten die Schenkenberger flach durch die Reihen kombinieren, was jedoch nur bis zum Strafraum gelang. Zu wenig Torgefahr wurde in der entscheidenden Zone erzeugt, womit die Angriffsbemühungen verpufften. Und beinahe wäre die Fahrlässigkeit bestraft wurden, denn die Naundorfer kamen zu ihrer zweiten Chance, und was für Eine. Allein auf den Weg auf das Tor der Concorden bekam der Naundorfer Stürmer das große Nachdenken, wodurch er sich verzettelte und die Schenkenberger Verteidiger herbeieilend klären konnten. Damit hätte das Spiel auf den Kopf gestellt werden können, und Alles wäre wie in den letzten Jahren, als die Concorden spielbestimmend gegen schlechter platzierte Teams patzen. Aber an diesem Tag stimmte die Moral. Auch wenn nicht alles gelang, wurde geduldig weiter nach vorn gespielt. Und es gab sie, die Chancen zur Führung, zumeist nach Fernschüssen. Dass verdiente Tor fiel aber, wie vor Beginn von den Trainer gefordert, über Außen. Eine schöne Aktion von Yannick Schönberg, der sich über Rechts durchsetzte und flach flankte. Dass im Strafraum dann gleich drei Naundorfer über die Kugel droschen störte den lang lauernden Maxime Rinaldoni nicht. Völlig unbedrängt 10m vor dem Tor nahm er Maß, und obwohl er denn Ball nicht optimal traf zappelte er im Netz. 1:2 in der 77. Minute, jetzt machten die Naundorfer richtig auf. Das bot den Concorden natürlich Platz, was sie auch nutzten doch die Vorentscheidung verpaßten. Die besten Gelegenheiten dazu hatten Charlie Reichel nach einem präzisen Diagonalball vom eingewechselten David Welke, als er im Strafraum zum Abschluß kam, jedoch knapp verzog 85.min, und René Schulze per Freistoß aus spitzem Winkel ebenfalls knapp daneben 93.min. Die letzten Bemühungen der Naundorfer wurden von der Schenkenberger Defensive gut bekämpft, sodaß keine Gefahr mehr für das eigene Tor bestand. Somit stand nach 95 Minuten ein gerechter 2:1 Auswärtserfolg auf dem Spielberichtsbogen. Erwähnenswert bleibt festzuhalten, dass alle Wechsel ob auf taktischer oder personeller Art weiderholt griffen. Nun bleibt die Hoffnung im nächsten Spiel wieder auf den einen oder anderen Spieler zurück greifen zu können und dazu nicht noch weitere Patienten beklagen zu müssen.
(M.P.)


1/8 Finale TZ Bärenpokal: SV Roland Belgern - Conc. Schenkenberg 1:6 (1:1)

Aufstellung:
Forstmeier; Perkuhn; Pohl; Luther; Rinaldoni; Münnich (Tynchenko 46.min); Schulze; Posdzich(Jentzsch 70.min); Werner; Reißig (Welke 79.min); Reichel

Torschützen:
02.min 0:1 Posdzich; 13.min 1:1; 56.min 1:2 Reichel; 62.min 1:3 Reichel; 78.min 1:4 Werner; 81.min 1:5 Schulze; 90.min 1:6 Reichel

Bericht:
Auch zum Pokalachtelfinale präsentierte sich das Wetter mit sonnigen 25°C spätsommerlich, immerhin stand im Kalender bereits der 14.Oktober. Also beste Rahmenbedingungen für ein Fußballspiel, da sich zudem auch das Spielfeld in gutem Zustand zeigte. Der gastgebende Verein von Roland Belgern rangiert derzeit als Tabellenführer der Kreisliga Nordsachsen und war so schon ein ernst zu nehmender Widersacher in diesem Wettbewerb, aber welche Mannschaft ist im Pokal schon nicht ernst zu nehmen? Dennoch begleiteten die Concorden, als höherklassiges Team, die Favoritenrolle. Unter dieser Konstellation begann auch die Partie. Die Schenkenberger mit Ballbesitz und die Belgerner mit abwartender Haltung. Dass in solchen Spielen, mit tiefstehendem Gegner, ein frühes Tor förderlich ist, merkte Trainer Sven Roos bereits in der Kabine an. Die Spieler schienen aufmerksam zugehört haben, denn bereits nach 120 Sekunden zappelte der Ball im Netz der Gastgeber. Geburtstagskind Franz Posdzich, 18 Jahre, fackelte aus gut 16m nicht lange und schoß einfach mal aufs Tor. Dass der Torwart der Rolandstädter bei diesem Schuß(chen) nicht gerade brillierte, störte keinen Schenkenberger. Denn es stand 0:1 und viel schönere Momente kann es für den Jubilar an einem solchen Tag nicht geben. Die zweite Vorgabe des Trainers, gleich nachzuwaschen, schien dann an den Spielern vorbeigegangen zu sein. Gelegenheiten dazu gab es schon, so zum Beispiel nur 5 Minuten nach der Führung bei einem 18m-Schuß von Charlie Reichel der jedoch über den Querbalken pfiff. Oder in der 9.Minute ebenfalls nach einem Versuch aus der Distanz, als Oliver Werner die Kugel knapp neben den rechten Pfosten setzte. Bis zu diesem Zeitpunkt lief das Spielgerät ordentlich durch die eigenen Reichen. Beginnend in der Abwehr bis in die vorderste Spitze wurde das Spiel kontrolliert und bei Angriffsversuchen der Gastgeber wurde zeitig gestört. Jedoch nach 10 Minuten ließen die Concorden so peau a peau nach. Anstelle weiter mit Tempo über die Außenbahnen zu spielen wurde jetzt versucht durch die Mitte zu spielen. Doch hier standen die Belgerner engmaschig und konnten so Fehlpässe zu Konter nutzen. Und wie es im Fußball zumeist ist, nutzen die Gastgeber alsbald ihre erste Möglichkeit zum Ausgleich. 13 Minuten waren gespielt als die Schenkenberger mit einem missglücktem Paß einen Gegenangriff einleiteten, danach gleich mehrmals zu passiv verteidigten um so einem Belgerner Spieler einlud aus ca.25m zu schießen. Diese Geschenk nahm er dankend an, und es stand 1:1. Damit waren Chancen- und Spielanteile nichts als Makulatur. Angespornt von diesem Treffer sahen die Gastgeber nun ihre Chance. Immer wieder warteten sie auf Fehler der Concorden, welche sich nun stetig häuften, sodaß die Rolandstädter zu guten bis sehr guten Möglichkeiten kamen. Gleich mehrmals stand nun Dirk Forstmeier im Mittelpunkt des Geschehens. Wobei es zum Einen nicht schlecht ist wenn ein Akteur der Concorden gute Aktionen hat, doch wenn es wie in diesem Fall der eigene Torhüter ist, sind die Handlungen meistens nicht wie gewünscht in der Offensive. Und zum Anderen war er damit eine sichere Stütze, der den Rückstand verhinderte. So in der 18. Minute, als er aus Nahdistanz gerade noch die Hände hoch bekam und in Minute 23, als er wieder im Eins gegen Eins den Schuß reaktionsschnell parierte. Nach einer halben Stunde war er dann doch überwunden, erneut lief ein Spieler der Gastgeber, nach Fehler im Aufbauspiel, allein aufs Schenkenberger Tor um den Ball an ihm vorbei zu legen. Jedoch fehlte dem Schuß die Schärfe, sodass Tobias Pohl noch vor der Torlinie retten konnte. Die Kreisligisten schienen das richtige Rezept gefunden zu haben, denn die Concorden hatten zwar öfter den Ball, doch wirkten sie dabei ideenlos, fahrig und fast schon ängstlich. Zumindest wurde im letzten Drittel der ersten Halbzeit nichts mehr an Konterangriffen und Chancen zugelassen, womit sich Wogen etwas glätteten. Vielmehr hatte man selbst noch die Möglichkeit auf den zweiten Treffer, aber ein Freistoß von René Schulze verfehlte das Tor um Zentimeter. Die Halbzeitpause nutzten die Schenkenberger Trainer für taktische Änderungen. Dass hier das sogenannte glückliches Händchen bewiesen wurde zeigte dann der zweite Durchgang. Die Umstellungen griffen sofort, zudem wurde einfach, schnörkellos, zielstrebig und vor allem schneller gespielt. Sascha Tynchenko erwies sich hier als steter Anspielpunkt und Schaltstation. Und als die ersten Minuten im zweiten Abschnitt vorüber waren, spürte man, dass die Führung und gar die Entscheidung nur eine Frage der Zeit sein sollte. Denn Torchancen waren nun fast minütlich zu verzeichnen. 47.min Charlie Reichel allein vor dem Torwart-knapp vorbei, 49.min Kopfball Sascha Tynchenko-knapp vorbei, 51.min schneller Freistoß-Steckpass-Tor- Abseits, 54.min Direktabnahme Oliver Werner- drüber. Zwischendurch hatten die Gastgeber ihrerseits noch eine gute Aktion im Strafraum, aber Dirk Forstmeier hielt den scharfen Ball aus Nahdistanz geistesgegenwärtig. Die Führung der Rolandstädter wäre zu diesem Zeitpunkt zwar glücklich gewesen, hätte sie aber wahrscheinlich nicht gestört. Die Concorden ließen sich davon nicht aus der Bahn werfen und markierte nach 56 Minuten das fällige 1:2. Ein Zuckerpass von René Schulze aus dem Mittelfeld verarbeitete Charlie Reichel technisch gekonnt aus der Drehung mit dem erfolgreichen Torabschluß. Jetzt ließen die Schenkenberger nicht mehr locker und zogen ihr Spiel durch. Der Ball und Gegner lief nun nach den eigenen Vorstellungen. So fiel das Vorentscheidende 1:3 nach einem sehenswerten Spielzug über Christian Perkuhn, Oliver Werner und Sascha Tynchenko, der Charlie Reichel als Vollstrecker bediente. 62. Spielminute. Keine 2 Minuten später hätte sich der immer besser in Form kommende Michael Reißig belohnen können, doch allein vor dem Keeper setzte er den Ball an den Pfosten. Im Nachschuß traf Oliver Werner ins Netz, allerdings aus dem Abseits, also weiter 1:3. Besser klappte es in der 78. Minute, wo die Vorbereitung dem vorangegangenem Tor ähnelte. Hier setzte Michael Reißig den als Verteidiger eingewechselten Stefan Jentzsch in Szene, dessen scharfe Eingabe Oliver Werner direkt in den Maschen unterbrachte. 1:4, jetzt war der Drops gelutscht und die Gastgeber sehnten den Abpfiff herbei. Doch die Concorden kannten kein Erbarmen, stürmten weiter und bauten das Ergebnis aus. Das 1:5 steuerte René Schulze mit einem überlegten Linksschuß bei. Wurde sein ersten Versuch noch geblockt, fand der zweite Schuß den Weg ins Ziel, 81.min. Keine 2 Minuten später versuchte Sascha Tynchenko per Heber den Torwart zu überlisten, der jedoch seine Fingerspitzen noch rechtzeitig an den Ball bekam. Kurz vor dem Ende wollte es auch noch Maxime Rinaldoni wissen, ähnlich gefühlvoll wie zuvor René Schulze zirkelte er den Ball jedoch an den Innenpfosten. Dennoch trafen die Concorden noch zum 1:6. Charlie Reichel, der in diesem und in vorangegangenen Spielen, ob ausgelassenen Chancen, fast verzweifelte, belohnte seinen hohen Aufwand in diesem Spiel mit einem Hattrick. Dieses 1:6 war nach 45 Minuten nicht zu erwarten, dennoch war eine Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt Garant für den Einzug ins Viertelfinale.
(M.P.)


6.Spieltag: Conc. Schenkenberg - FSV Wacker Dahlen 2:0 (1:0)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Perkuhn; Rinaldoni; Roos; Schulze(Münnich 77.min); Posdzich; Werner; Reißig (Schönbrodt 66.min); Reichel(Luther 88.min)

Torschützen:
05.min 1:0 Reißig; 84.min 2:0 Schönbrodt

Bericht:
Eine prekäre Konstellation vorm 6. Spieltag, als die Schenkenberger den FSV Wacker Dahlen empfingen. Eine Heimpleite würde die Gäste, derzeit auf Rang 13, punktetechnisch gleichziehen lassen und zugleich den Abstand ans Tabellenmittelfeld, Zschortau 4 Zähler voraus auf Rang 6, vergrößern. Bei herrlich sonnigem Fußballwetter und einen bestens bespielbarer Platz war die Vorfreude auf dieses Spiel groß, was man auch gleich vom Anpfiff weg zu sehen bekam. Denn der Tatendrang der Concorden war deutlich zu erkennen, wodurch die Gäste gleich zum verteidigen gezwungen waren. Da sich aber immer wieder kleine Fehler ins Paßspiel einschlichen, verpasste man es Chancen zu kreieren. Von diesen Ungenauigkeiten ließen sich die Concorden jedoch nicht aus der Bahn werfen, so wurde das Tempo hochgehalten und die Zweikämpfe angenommen. Immer wieder war man einen Schritt eher am Ball als die Gäste, was das Selbstbewußtsein stärkte. So sollten die ersten Möglichkeiten auch nicht lange auf sich warten lassen. Monierten die Trainer in den vergangenen Spielen noch die schwache Chancenverwertung, zappelte an diesem Tag der Ball bereits mit dem ersten Torschuß im Netz. Es lief die 5. Spielminute als Außenverteidiger Maxime Rinaldoni über den linken Flügel eine Flanke in den Strafraum maß genau servierte und dort Michael Reißig fand, der das Spielgerät anvisierte und volley in den linken Winkel zirkelte. 1:0, endlich einmal eine frühe Führung, was die Schenkenberger weiter voran trieb. Die Gäste versuchten zwar zeitig das Aufbauspiel der Heimelf zu unterbinden, doch die Concorden fanden immer eine Lösung und erspielten sich so weitere Chancen. Die nächste Hochkarätige, in der 10. Minute. Ein schneller Spielzug über das Mittelfeld erreichte René Schulze, dessen Abschluß aus 16m der gute Dahlener Keeper gerade noch zur Ecke klären konnte. Der Eifer der Concorden war ungebrochen, wollte man doch schnell die Führung untermauern. Die nächste Möglichkeit dazu ergab sich in der 14. Minute. Charlie Reichel luchste den Dahlenern den Ball ab um den bisherigen Torschützen Michael Reißig auf die Reise zu schicken. Allein vor dem Gästetorwart verließ ihn die Konzentration, sodaß sein Schußversuch am linken Pfosten vorbei rollte. Ab Mitte der ersten Halbzeit verlagerte sich das Geschehen nach und nach in die Schenkenberger Hälfte. Hatten die Schenkenberger zunächst Vorteile in den Zweikämpfen, erwischten nun die Wackeren den ersten Ball, womit sie mehr Ballbesitz bekamen. Folgerichtig konnten die Gäste in der 25. Minute ihre erste Chance verbuchen, doch Marcus Henning zwischen den Schenkenberger Pfosten verhinderte den Ausgleich. Gehörte den Gästen in dieser Phase auch mehr Spielanteile, blieben die Concorden über Konter trotzdem gefährlich. So in der 30. Minute als Charlie Reichel im Umschaltspiel den Gästekeeper weit vor dem Tor sah, sein Heber jedoch am Außennetz landete. Nur 5 Minuten später bot sich dann sogar die beste Möglichkeit zum Ausbau der Führung. Doch Franz Posdzich versprang im Strafraum im Duell mit dem Torwart der Ball, sodaß der Winkel für einen Abschluß zu spitz wurde und es nur zur Eingabe genügte, diese wiederum war für Charlie Reichel zu steil um das das leere Tor zu treffen. Sollte sich das rächen? Denn noch vor der Pause hatten die Gäste zwei gute Möglichkeiten auf den Ausgleich. Zunächst nach einem Eckball, als der Ball nur knapp am Pfosten vorbeistrich und danach nach einer Unstimmigkeit im Aufbauspiel wonach im Durcheinander im Strafraum gerade noch vielbeinig geklärt werden konnte. Die letzte Chance im ersten Abschnitte blieb wieder die Hausherren vorbehalten, erneut mittels Konter. Hier lief Michael Reißig allein aufs gegnerische Tor, wobei ihm im letzten Moment der Ball versprang, Halbzeit 1:0. Aufgrund der Chancenverteilung durchaus gerecht. Der zweite Durchgang verlief in der ersten Viertelstunde verhalten. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld, sodaß keine Torraumszenen zu Stande kamen. Als eine Stunde verstrichen war, nahm die Partie wieder an Tempo zu. Auch hier zeigten, wie zu Beginn des Spiels, die Concorden mehr Zug zum Tor. Aber es waren nicht nur die Schenkenberger, die spielten. Auch die Gäste aus Dahlen trugen zu einem interessanten und schnellen Spiel bei. Jedoch fehlte es ihnen an Gelegenheiten. Taktisch gut eingestellt verhielten sie sich auf dem Platz und verlangten so eine hohe Konzentration. An dieser haperte es den Schenkenbergern, mit kurzer Ausnahme in der ersten Halbzeit, aber nicht. Entschlossen trat das gesamte Team von der Defensive bis in die Spitze auf und hatte so die entscheidenden Prozente Vorsprung, welche man jetzt mit der Vorentscheidung untermauern wollte. Die erste heikle Situation überstanden die Dahlener, als der Elfmeterpfiff, des insgesamt gute leitenden Schiedsrichters, nach einem Handspiel ausblieb. Nur kurze Zeit später kam Daniel Roos aussichtsreich zum Abschluß, doch sein Schuß flog über den Kasten. Keine 5 Minuten darauf war es dann Oliver Werner, der per Kopf keinen Druck auf den Ball bekam und so das 2:0 verpasste. Nachdem die Schenkenberger Trainer mit frischen Kräften zusätzlichen Schwung brachten, folgten Möglichkeiten in kurzen Abständen.73. Kopfball Charlie Reichel - zu schwach, 79. Linksschuß Charlie Reichel - Torwart fischt den Ball aus der kurzen Ecke, 83.Kopfball Daniel Roos - zu schwach. Als dann die 84.Minute angebrochen war, fiel dann doch Entscheidung. Der 17-jährige schier unermüdliche Franz Posdzich ließ seinen Gegenspielern auf Rechts keine Chance, als er den 18-jährigen Fritz Schönbrodt freispielte. Der A-Jugendtorjäger der letzten Saison bewies seinen Totinstinkt, als er mit seinem schwächeren Fuß einfach einmal abzog und ins lange Eck traf, 2:0. Die letzte Möglichkeit der Partie blieb dann den Gästen vorbehalten. In der Schlußminute erwischte Marcus Henning eine Flanke von links gerade noch mit den Fingerspitzen, sodaß der einschußbereite Dahlener Stürmer den Ball verpaßte. Im Nachsetzten klärte das Schenkenberger Abwehrkollektiv die Gelegenheit. So blieb, gegen einen der bisher besseren Gegnern, hinten die Null stehen und der 3-fache Punktgewinn zu Buche. Wie wichtig dieser Erfolg einzuordnen war, zeigt ein Blick auf das Tableau. Finden sich die Concorden nach diesem Spieltag zwar unverändert auf Platz 11 wieder, konnte der Abstand zum Zwölften und Dreizehnten auf 6 Punkte vergrößert werden und die Distanz zu Platz 6 gar auf 1 Punkt reduziert werden. Bevor es nun beim Tabellenschlußlicht SV Naundorf weiter um Punkte geht, wartet im Pokalachtelfinale der Tabellenführer der Kreisliga SV Roland Belgern auf die Concorden.
(M.P.)


5.Spieltag: SV Mügeln-Ablaß - Conc. Schenkenberg 1:0 (0:0)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Luther (Jentzsch 76.min); Rinaldoni; Roos; Schulze; Posdzich(Welke 83.min); Werner; Reißig (Perkuhn 62.min); Reichel

Torschützen:
76.min 0:1

Bericht:
Am letzten Septemberwochenende fuhren die Concorden bei sonnigen 14°C zum Auswärtsspiel nach Mügeln-Ablaß. Die Gastgeber hatten in dieser Spielzeit eine blütenweiße Weste, gewannen so all ihre Punktspiele. Und das gegen durchaus namenhafte Mannschaften wie Süptitz, Schildau und Wermsdorf. Somit waren die Concorden gewarnt. Entsprechend konzentriert ging man in die Partie, wobei die Konzentration nicht nur auf dem Gegner lag, sonder zusätzlich den miserablen Platzverhältnissen galt. Die erste Strafraumszene hatten die Gastgeber nach einem Eckball, welche die Concorden nach kurzem Durcheinander klärten. Damit hatten die Mügelner auch schon ihre letzte Möglichkeit im ersten Durchgang, denn fortan bestimmten die Schenkenberger den Takt. In der 5. Spielminute verzeichnete man so auch die erste gute Möglichkeit, als Oliver Werner in der Box zum Abschluß kam, aber keinen Druck auf den Ball bekam und so zur leichten Beute für den Torwart der Mügelner wurde. Und weiter waren es nur die Concorden, die am Fußballspielen interessiert waren. Die Gastgeber suchten ihr Heil ausschließlich mit Langholz, was die Schenkenberger Hintermannschaft aber nicht vor Probleme stellte. Vielmehr drangen die Concorden auf einen Torerfolg. Die nächste Möglichkeit dazu bot sich nach 14 Minuten als Charlie Reichel kurz vor dem Abschluß im letzten Moment vom Ball getrennt wurde. Die bis dato beste Möglichkeit ergab sich dann in der 18. Minute. Michael Reißig setzte sich über die rechte Seite energisch durch wonach sein Flankenball zunächst von René Schulze wegen eines Platzfehlers verpasst wurde aber bei Oliver Werner landete. Jedoch bekam auch er die hoppelnde Kugel nicht platziert, sodass sein Schuß über den Querbalken strich. Weiter, immer weiter hieß die Devise, denn man spürte, dass an diesem Tag etwas zu holen war. Auch wenn es schwierig war den Ball auf diesem Untergrund zu kontrollieren, gingen die Schenkenberger nicht von der spielerischen Linie ab. Die nächste Möglichkeit ergab sich aber zunächst aus einem ruhenden Ball nach 31 Minuten. Bei einem Freistoß in linker Angriffsposition aus ziemlich spitzem Winkel nahm sich René Schulze ein Herz und zirkelte den Ball direkt aufs Tor. Den Torschrei schon auf den Lippen spitzelte der Keeper der Mügelner den Ball gerade noch an den Pfosten. Den resultierenden Nachschuß setzte Charlie Reichel dann neben das Tor. In der jetzt besten Phase der ersten Halbzeit verzeichneten die Concorden keine zwei Minuten später die nächste Einschußmöglichkeit. Aber auch hier blieb der Erfolg aus, als Daniel Roos einen Eckball per Kopf zu schwach aufs Tor brachte. Die letzte Möglichkeit vor dem Seitenwechsel blieb dann Franz Posdzich vorbehalten. Charlie Reichel setzte ihn gut in Szene, und als er seinen Bewachern auf und davon lief war nur noch der Torwart zu überwinden. Wobei "nur", auf diesem Platz nicht so einfach war, denn im letzten Moment versprang ihm der Ball, sodaß das Spielgerät den Weg neben das Tor nahm. So hieß es zur Pause 0:0, was den Gastgebern sehr schmeichelte. Verpaßte man in den letzten Spielen immer wieder den Beginn der zweiten Halbzeit, wollte man an diesem Tag ein anderes Gesicht zeigen. Und dies gelang. Weiter führten die Concorden Regie über das Spiel, womit die nächsten Möglichkeiten nicht lange auf sich warten ließen. 51.Minute Freistoß aus 18m, hier prüfte Yannick Schönberg mit einem platzierten Schuß den Mügelner Schlußmann, der aber seinen Kasten erneut sauber hielt. In der 65. Minute war dann der Keeper bei einem Schuß von René Schulze einmal überwunden, doch da stand den Mügelnern die Torbegrenzung zur Seite, als der Ball ans Lattenkreuz knallte. Sollte es heute nicht sein, oder war es Unvermögen? Es war schon sehr auffällig, dass zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt blieben. Die erste Unstimmigkeit in der Schenkenberger Hintermannschaft leitete dann die beste Phase der Gastgeber ein, als noch über eine vermeintliche Abseitsposition diskutiert wurde, lief das Spiel weiter wodurch die Mügelner zu ihrer ersten Chance kamen. Glücklicher Weise schlugen sie das Geschenk aus und zielten neben das Tor, 71.Spielminute. Diese Aktion brachte die Concorden aus der Bahn, und die Gastgeber verlagerten das Geschehen in die Schenkenberger Hälfte. Noch in der gleichen Minute erhielten die Hausherren einen Freistoß in aussichtsreicher Position. Aber die Concorden hatten mit Marcus Henning einen sicheren Rückhalt, der den gefühlvoll getretenen Ball aus dem rechten Winkel fischte. Nun blieben die Mügelner dran und provozierten bei den Concorden Fehler. So führte die nächste Unstimmigkeit bei sichtlich nervösen Schenkenbergern zu einem erneuten Freistoß, diesmal in zentraler Position 18m vor dem Tor. So kam es, wie in einem schlechten Film. Ein eher harmlos geschossener Freistoß fand den Weg durch die Mauer hindurch ins Schenkenberger Netz. 1:0 das war nicht zu glauben, jegliche Bemühungen unbedeutend. Unglaublich, den Mügelnern genügten 5 Minuten um das Spielgeschehen auf den Kopf zu stellen. Die letzten Minuten wirkten danach völlig zerfahren, die Grundordnung wurde verlassen und es wurde eher kopflos agiert. Die vollzogenen Spielerwechsel brachten die Concorden auch nicht wieder in die Spur. Zwar hatte man den Weg Richtung Tor wieder gefunden, doch am Ende fehlte immer die letzte Aktion. Als kurz vor dem Ende noch zwei verheißungsvolle Chancen liegen gelassen wurden, stand die Niederlage fest. SCHLUSS, AUS, VORBEI, 0Punkte, 0:1 Tore. Ratlosigkeit, Wut und Enttäuschung im Schenkenberger Lager, scheiterte man doch mehr am eigenen Unvermögen als an der Mannschaft von Mügeln-Ablaß.
(M.P.)


4.Spieltag: Conc. Schenkenberg - SV Zwochau 2:2 (2:2)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Luther (Münnich 67.min); Rinaldoni(Schönbrodt 85.min); Roos; Schulze; Posdzich; Werner; Tynchenko (Jentzsch 61.min); Reichel

Torschützen:
19.min 0:1; 23.min 1:1 Reichel; 31.min 1:2; 43.min 2:2 Werner

Bericht:
Am 4. Spieltag war der SV Zwochau zu Gast in Schenkenberg. Die Historie sprach dabei nicht gerade für die Concorden, in 26 Aufeinandertreffen zog man bei 9 Siegen und 2 Unentschieden 15 Mal den Kürzeren. Trotz diese Bilanz wollte man dennoch das Heimspiel für sich entscheiden. Die zuletzt gezeigten Leistungen boten hierfür Hoffnung. Personell konnten die Trainer wieder nicht aus dem Vollen schöpfen, zudem ging Kapitän Tobias Pohl angeschlagen in die Partie. Doch ehe das Spiel angepfiffen wurde, stand noch eine Auszeichnung an. Herr Gernhardt vom Sächsischen Fußballverband ehrte nämlich Charlie Reichel für die Fair-Play Geste des Monats. Diese ereignete sich in einem Punktspiel der letzten Saison als Charlie Reichel einen Strafstoß zugesprochen bekam. Da es jedoch kein Foul war, informierte er der Schiedsrichterin darüber, worauf sie ihre Entscheidung zurücknahm und es so beim 1:1 blieb. Mit dem Appell zu Fairness wurde dann die Begegnung vom Unparteiischen freigegeben. Die Concorden waren gleich hellwach und steuerten bereits in der ersten Minute den Kasten der Gäste an, wo aber im letzten Moment Daniel Roos an Strafraumgrenze vom Ball getrennt wurde. Diese Angriffslust setzte sich kurze Zeit später fort. Franz Posdzich schickte Charlie Reichel auf den Weg, der allein vor dem Keeper den Ball jedoch links neben den Pfosten setzte. Den guten Beginn der Schenkenberger unterstrich die dritte Möglichkeit binnen 7 Minuten. Diesmal traf Franz Posdzich die falsche Entscheidung, als er im Sechzehner an Stelle abzuschließen den Nebenmann suchte, und so die Chance verstrich. Damit gehörte den Concorden ohne Zweifel die Anfangsphase, was Selbstvertrauen geben sollte. Jedoch trat ab der 15. Minute das Gegenteil ein. Anstatt weiter schnörkellos zu agieren, wurde jetzt zu kompliziert gespielt. Es häuften sich Fehlabspiele und falsche Entscheidungen, dennoch blieb man das bessere Team und hatte die nächste Möglichkeit. Oliver Werners Versuch es aus der aus der Ferne bereitete dem Zwochauer Schlußmann aber keine Probleme. Der erste Beitrag der Zwochauer nach 19 Minuten stellte dann den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf. Ein leicht abgefälschter Schuß aus ca. 25 Metern von Rechts legte sich noch schön auf den böigen Wind, sodass der Ball im hinteren Schenkenberger Toreck einschlug. 0:1, so kann Fußball auch funktionieren. Die Schenkenberger zeigten sich keines Falls geschockt, war man doch das bessere Team. Da aber bekanntlich nur Tore zählten, sollten dazu die Chancen nun auch noch genutzt werden. So geschehen 5 Minuten nach dem Rückstand. Ein Eckball landete am Fünfmeterraum wo Franz Posdzich im Gewühl den Ball erstocherte und Charlie Reichel bediente, der zum Ausgleich einnetzte. War jetzt der Knoten geplatzt? Die Antwort darauf hatten keine Minute später die Zwochauer. Nach einem leichtfertigen Ballverlust am Mittelkreis konterten sie erfolgreich bis in den Strafraum wo sie am glanzvoll reagierenden Marcus Henning aus Nahdistanz scheiterten. Dass dies erst die zweite Chance der Gäste war, hätte bei einem Gegentor wohl keinen interessiert. An dieser Möglichkeit war die Marschroute der Gäste erkennbar, in der Mitte die Räume eng halten und bei Ballgewinn die Kugel lang nach vorn. Dieser Plan schien erfolgreich, denn die Schenkenberger Hintermannschaft war damit, wenn auch nur partiell, schwer beschäftigt. So auch in der 31. Spielminute. Einen scheinbar harmlosen hohen Freistoß in den Sechzehner konnten die Concorden nicht kontrollieren, womit der Ball einen Zwochauer Spieler fand, der sich mit dem 1:2 bedankte. Damit waren die Bemühungen im Angriff der Concorden mit einfachen Mitteln egalisiert. Dieser Gegentreffer zeigte schon etwas mehr Wirkung, denn es dauerte bis 5 Minuten vor Ende des ersten Durchganges bis die Schenkenberger wieder Fahrt aufnahmen. Die Belohnung ließ aber diesmal nicht lange auf sich warten, denn schon die nächste Möglichkeit führte zum Ausgleich. Nach einen Einwurf fand der Ball den Weg zu Oliver Werner, der mit Übersicht und guter Schußtechnik aus 16 Metern links unten vollendete. Damit war der Pausenstand aktenkundig. Die Halbzeitpause schien den Schenkenbergern nicht bekommen zu sein, denn die zweiten 45 Minuten begannen ohne Tempo. Das kam der Spielweise der Gäste natürlich entgegen. So konnten sie den Ball leichter erobern. Wie zum Beispiel in der 50. Minute, als wieder ein leichtfertiger Ballverlust am Mittelkreis für Gefahr sorgte. Der Zwochauer Stürmer entwischte danach gleich mehreren Concorden als nur noch ein taktisches Foulspiel an der Strafraumlinie den Stürmer aufhalten konnte. In dieser Phase hatten die Concorden gleich zweimal Glück. Zum einen trudelte der Ball nach dem Schiedsrichterpfiff noch ins Tor und zum Anderen sah der Referee das Foul nicht als Notbremse. Damit ging es Vollzählig beim Stand von 2:2, der Freistoß brachte nichts ein, weiter. Dass die Concorden noch etwas im Köcher hatten zeigten sie, jedoch nur phasenweise und dann zumeist über die rechte Seite. Ihre beste Chance hatten die Concorden nach 55 Minuten. Als eben ein Angriff über Rechts und eine präzise Flanke den einlaufenden René Schulze erreichte. Seine sehenswerte Volleyabnahme vereitelte aber ebenso sehenswert der Zwochauer Keeper. Folgend konnten sich die Schenkenberger nicht mehr entscheidend durchsetzten. Viele Aktionen wirkten aufwendig, brachten aber wenig Ertrag, weil sich immer wieder Fehler einschlichen. Die Gäste blieben bei Standards so gefährlich, dass man hier immer mit einem Gegentreffer rechnen mußte. Fehlende bzw. falsche Zuordnungen machten es aber hier den Zwochauern teilweise zu einfach. Beinahe wäre solch ein Fehler auch bestraft wurden. Ein Eckball bekam einen Zwochauer Angreifer völlig blank am langen Pfosten, aber die Schenkenberger hatten einen gute Rückhalt zwischen den Pfosten, der den Kopfball parierte. So hatte die zweite Halbzeit, die spielerisch nicht an die Erste heranreichte, wenig an Chancen parat. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Unentschieden letztendlich leistungsgerecht war. Wäre es den Concorden gelungen im gesamten Spiel ein ähnliches Gesicht wie im ersten Abschnitt zu zeigen, hätte an diesem Tag die Bilanz gegen die Zwochauer verbessert werden können. Aber, hätte, hätte ..
(M.P.)


3.Spieltag: FSV Beilrode - Conc. Schenkenberg 0:3 (0:1)

Aufstellung:
Forstmeier; Schönberg; Pohl; Luther (Münnich 69.min); Rinaldoni; Schulze; Posdzich; Roos; Reißig (Jentzsch 80.min); Werner; Reichel

Torschützen:
33.min 0:1 Schulze; 85.min 0:2 Werner; 86.min 0:3 Roos

Bericht:
Nachdem in den beiden Auftaktpartien keine Punkte gesammelt werden konnten, standen die Concorden beim Auswärtspiel in Beilrode schon etwas unter Zugzwang. Da die Gastgeber aber ebenso erfolglos in die Saison starteten, war es auch für sie aus psychologischer Sicht nicht einfacher. Weil die Beilroder als Kontermannschaft bekannt waren, hieß die Marschroute zunächst gesichert zu stehen um nicht ins Verderben zu rennen. Diese Vorgabe wäre in der ersten Spielminute fast über den Haufen geworfen worden, als die Gastgeber nach einer Fehlerkette der Schenkenberger Hintermannschaft unbedrängt zum Abschluß kamen. Doch der Schuß von der Strafraumkante strich am linken Pfosten vorbei, Durchatmen im Lager der Concorden. Die Schenkenberger brauchten 10 Minuten um ins Spiel zu finden. Bis dahin fehlte bei Abspielen häufig die Präzision und bei den Laufwegen die richtige Entscheidung. Nun aber übernahm man auf dem Spielfeld nach und nach das Kommando. So lief der Ball nun häufiger mit wenig Kontakten durch die eigenen Reihen. Folgerichtig ergaben sich auch die ersten Möglichkeiten. René Schulze, diesmal wieder in der Offensive aufgestellt, sorgte mit seinem 16m-Schuß für erhöhtem Puls auf der Schenkenberger Bank, leider stich der Ball knapp am Pfosten vorbei. Damit war für Chancengleichheit gesorgt. Aber es dauerte nicht lange und die Schenkenberger gingen in dieser Kategorie in Führung. Nach 18 Minuten war es erneut René Schulze, der aus aussichtsreicher Position nur mit seinem schwächeren Fuß abschließen konnte und so den Beilroder Schlußmann nicht in Verlegenheit brachte. Keine zwei Minuten später erhielt Oliver Werner 12m vor dem Kasten das Spielgerät. Aber der holprige Rasen verhinderte den kontrollierten Abschluß, sodaß die Kugel über das Tor flog. Im Übrigen hatten die Spieler häufig mit den mangelhaften Platzbedingungen zu kämpfen. Denn auch in Beilrode hatte man mit dem sehr trockenen Sommer zu kämpfen und augenscheinlich dazu eine ungenügende Beregnungsanlage. Aber die Concorden ließen sich davon und von der bisherigen Chancenverwertung nicht aus der Bahn werfen. Immer wieder wurden die Räume für die Gastgeber sehr eng gestellt, so der Ball erobert und durch die Reihen bis in die Spitze gespielt. Es sollte also nur eine Frage der Zeit für einen Erfolg werden. In der 33. Minute war diese Zeit erreicht, und die Concorden konnten die fällige Führung bejubeln. Einen Einwurf von Yannick Schönberg verlängerte Oliver Werner per Kopf zentral vor das Tor, wo René Schulze in seinem dritten Versuch sehenswert per Direktschuß in die Maschen traf. Chancenlos hier der Keeper der Beilroder. Und die Concorden blieben am Drücker und ließen den Gastgebern keinen Platz zur Entfaltung. Beinahe hätten die Schenkenberger die knappe Führung noch vor der Halbzeitpause ausgebaut, doch zum wiederholten Male vereitelte ein Platzfehler eine gute Möglichkeit. Auch diesmal, in der 44.Minute, war es der spielfreudige René Schulze der zum Abschluß kam. Nach dem Seitentausch kamen die Ostelbier erwartungsgemäß mit mehr Offensivbemühungen. Doch sie versuchten dies meist mit langen und hohen Bällen auf ihre Stürmer. Die waren aber bei Maxime Rinaldoni und Yannick Schönberg abgemeldet. Gerade Letztgenannter hielt seinen großen und kräftigen Gegenspieler immer wieder in Schach, sodaß dieser seiner Mannschaft in diesem Spiel keine Hilfe war. So hatten die Concorden wieder die nächste Möglichkeit. Einer punktgenauen Flanke konnte Franz Posdzich aus Nahdistanz mit dem Kopf aber wenig Druck verleihen, womit der Torwart keine Mühe hatte den Ball zu halten, 55. Minute. Zu diesem Zeitpunkt spürte man, daß ein weiterer Treffer der Concorden dem Spiel Sicherheit geben würde, könnte doch eine unglückliche Aktion die Partie auf den Kopf stellen. Nach 65 Minuten wäre es mit der zweiten Torchance der Beilroder, die Erste nach 40 Sekunden bereits erwähnt, fast so weit gewesen. Aber ein Schuß aus guter Position im Strafraum ging deutlich über die Querlatte. Vermutlich waren auch hier die Platzverhältnisse entscheidend. In den letzten 20 Minuten nahm die Partie dann nochmals richtig Fahrt auf. Zunächst unrühmlich, denn Abwehrchef Tobias Pohl erhielt aus Frust ein Ellenbogenschlag ins Gesicht, was selbstverständlich die rote Karte für den kurz zuvor eingewechselten Beilroder nach sich zog. Folgend also Zehn gegen Elf. Daß dies aber nicht automatisch eine Garantie für den erfolgreichen Ausgang ist zeigte das letzte Heimspiel. Somit galt es mit voller Konzentration zu agieren und mit einem weiteren Treffer die Weiche Richtung Sieg zu stellen. Mit näherrückendem Spielende beobachtete man eine erhöhte Aufmerksamkeit, keiner wollte nun einen Leichtsinnsfehler begehen und sich so womöglich um den verdienten Lohn zu bringen. Dies gelang, denn die Beilroder wurden nicht mehr gefährlich. Vielmehr wollten die Schenkenberger die Entscheidung. Zunächst ein Warnschuß vom eingewechselten Florian Münnich, den der Beilroder Keeper mit den Fingerspitzen über das Tor spitzelte. Dann mit der Entscheidung. Stefan Jentzsch, auch frisch auf dem Feld, hämmerte einen Flankenball von der rechten Seite quer durch den halben Strafraum, wo an der 5-Meterraumkante Torjäger Oliver Werner seinen Schädel Richtung Tor hielt. Den scharfen Kopfball konnte der Schlußmann dann nicht mehr halten, 0:2 85. Minute. Dies löste natürlich den Druck, jetzt hätte das Spiel wohl noch Stunden gehen können. Von dieser Euphorie getrieben setzten die Schenkenberger die Gastgeber weiter unter Bedrängnis. So wurde keine Minute nach dem letzten Treffer die Kugel erobert und Daniel Roos, in für ihn ungewohnter Position, bedient. Der ausgepuffte Defensivspezialist wähnte den Torwart etwas zu weit vor seinem Kasten, was ihn zu einem Heber hinreißen ließ. Der Mut wurde belohnt und der Ball fand so aus ca. 25m das richtige Ziel, 0:3. So hieß auch der Endstand nach dem Abpfiff der gut leitenden Schiedsrichterin, welche sich auch nie von den aufgebrachten Gastgebern verunsichern ließ. Die Erleichterung über den ersten Sieg stand den Concorden förmlich ins Gesicht geschrieben. Doch auch die kommenden Aufgaben werden nicht leichter, gastiert doch der "Angstgegner" aus Zwochau am kommenden Wochenende in Schenkenberg.
(M.P.)


2.Spieltag: Conc.Schenkenberg - SC Hartenfels Torgau 2:6 (2:3)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Schulze; Perkuhn (Schönbrodt); Posdzich; Münnich; Roos (Reißig); Werner; Tynchenko; Reichel

Torschützen:
10.min 0:1; 25.min 1:1 Tynchenko; 37.min 1:2; 42.min 2:2 Werner; 44.min 2:3; 75.min 2:4; 88.min 2:5; 93.min 2:6

Bericht:
Nach dem verpatzten Saisonauftakt in Zschortau, wollte man im ersten Heimspiel gegen den selbsternannten Meisterkanditaten die ersten Punkte einfahren. Personelle Sorgen insbesondere in der Verteidigung galt es dabei zu überwinden. Hochmotiviert mit einer positiv veränderten Körpersprache begann das Spiel. Bereits in der ersten Spielminute hatten die Concorden den Torschrei auf den Lippen, doch Charlie Reichel scheiterte aus Nahdistanz nach toller Vorarbeit von Franz Posdzich am Torgauer Keeper. Beide Mannschaften hielten nichts vom Taktieren und spielten nach vorn, sodass sich die Abwehrreihen nicht über lange Weile beklagen brauchten. Ein erster Treffer, für welche Mannschaft auch immer, lag so zu diesem Zeitpunkt in der Luft. In der 10. Minute war es so und der Ball lag im Netz, aus Concordensicht leider im Falschen. Ein Freistoß der Torgauer nahe der Eckfahne fand seinen Abnehmer im Fünfmeterraum, der völlig blank keine Mühe hatte zu treffen. 0:1, neuer Spielstand alte Schwäche bei Standards. Dieser Rückstand hinterließ keine Spuren, denn die Concorden blieben weiter am Drücker und beschäftigten die Gäste. Nach 20 Minuten konnte dann die nächste Möglichkeit notiert werden. Ein Spielzug über Charlie Reichel und Sascha Tynchenko rettete der Schlußmann der Torgauer gerade noch zur Ecke. Und auch der folgende Eckball wurde gefährlich, als Franz Posdzichs Kopfball nur knapp das Ziel verfehlte. So kamen die Schenkenberger dem Ausgleich immer näher. In der 25. Minute war es dann soweit. Ein Diagonalpass von René Schulze fand Sascha Tynchenko, der das Spielgerät technisch gekonnt behandelte, in den Strafraum eindrang und zum 1:1 abschloß. Auch danach blieben die Concorden taktangebend, wobei die Torgauer in der Spitze gefällig spielten aber gut bewacht waren. So kam ein Pfostenschuß der Elbestädter in der 30. Minute eigentlich aus dem Nichts. Kurz darauf waren die Concorden dem Führungstreffer sehr nah. Der gut aufgelegte Sascha Tynchenko bediente an der 16er Kante Charlie Reichel, dessen Schuß aber vom Torwart entschärft wurde. Anders die Gäste, denn sie nutzten ihre wenigen Möglichkeiten eiskalt. Nach einem Abstimmungsfehler in der Schenkenberger Hintermannschaft bedankte sich ein Torgauer so mit dem 1:2. 37 Minuten waren da gespielt. Die Concorden ließen nicht die Köpfe hängen und drangen auf den erneuten Ausgleich. Hielt der Keeper der Torgauer noch einen 30m Freistoß von René Schulze sehenswert, war er aber gegen ein Geschoß von Oliver Werner machtlos. Von Daniel Roos gut in Szene gesetzt jagte er den Ball vom linken Strafraumeck in den Winkel. Der Jubel war gerade verklungen da feierten aber schon wieder die Gäste. Unter gütiger Mithilfe des Unparteiischen, der ein klares Stürmerfoul nicht ahndete, tauchte ein Torgauer Spieler allein vor Marcus Henning auf, der den 2:3 Pausenstand nicht verhindern konnte. Eine turbulente erste Halbzeit sollte aber im zweiten Durchgang nochmals getoppt werden, leider nicht in sportlicher Hinsicht. Nachdem die Concorden ordentlich aus der Pause kamen, war man dem Ausgleich nah. In der 54. Minute wurde Charlie Reichel hinter die Abwehrreihe geschickt, sodass er allein auf das Torgauer Tor zulief. Der Keeper der Gäste entschloss sich den Schenkenberger Stürmer aufzuhalten, und das mit jedem Mittel. So rauschte er mit seinem massigem Körper heran um den Concorden aufzugabeln. Hierzu nahm er jede Verletzung von Charlie Reichel in Kauf. Glücklicher und zugleich wundersamer Weise überstand der Gefoulte diese rüde Attacke ohne Schäden und konnte die Partie, jedoch mit Kopfschmerzen, fortsetzten. Warum der Schiedsrichter zögerte für diese Notbremse die rote Karte zu geben wird wohl sein Geheimnis bleiben. Der Innenraumverweis des aufgebrachten Co-Trainers Michael Pruchnik, der den Keeper zur Rede stellen wollte, warum er eine schwere Verletzung in einem Kreisligaspiel provozierte, war zwangsläufig. Fortan die Concorden also über ein halbe Stunde in Überzahl. Da sollte doch der Ausgleich gelingen. Zunächst mußten aber die Concorden verletzungsbedingt wechseln, was etwas Sand ins Getriebe brachte. So blieben viele Aktionen Stückwerk. Zudem zogen sich die Torgauer zurück, einzig ihre verbliebene Sturmspitze stiftete nach langen Bällen für Unruhe. Doch zunächst die Concorden, oder besser der Schiedsrichter. Denn als erneut Charlie Reichel auf Reise geschickt wurde, erkannte er eine Abseitsstellung, was er für sich exklusiv hatte. Genau wie in der nächsten heiklen Szene, nun bereits in der 75.Minute. Wieder erkannte er ein Stürmerfoul nicht, sodass die Torgauer wie kurz vor der Pause trafen und gar auf 2:4 erhöhten. Nun stellten die Schenkenberger komplett auf Offensive, um eine Niederlage abzuwenden. Dies bot den Gästen trotz Unterzahl zwar Lücken für Konter, aber das Risiko wollte man gehen. In der 80. Minute schien sich es auch auszuzahlen. Der eingewechselte Michael Reißig drang in den Strafraum ein und konnte nur durch ein hörbares Foul gestoppt werden. Elfmeter, dachte die Vielzahl der Beteiligten. Aber der entscheidende Mann in schwarzer Kleidung nicht, unglaublich. Jedoch allein den Schiedsrichter verantwortlich zu machen wäre zu einfach. Denn selbst fehlte es in der 2. Halbzeit insgesamt an Durchschlagskraft. Daß der Sonntag dann noch gänzlich vermiest wurde, dafür sorgten noch zwei weitere Gegentreffer nach Konterangriffen in der 88. und 93. Minute. Somit bekamen die Concorden in Überzahl sage und schreibe drei Tore eingeschenkt. Das 2:6 Endergebnis spiegelt wahrhaftig nicht das Geschehen wieder, steht aber letztendlich auf dem Formular.
Auf die unsportlichen Ausführungen jeglicher Art der Torgauer Spieler und Trainer verzichte ich in diesem Bericht absichtlich.
(M.P.)


1.Spieltag: SG Zschortau - Conc.Schenkenberg 3:1 (1:0)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Schulze; Rinaldoni; Posdzich; Münnich (Luther); Roos; Reißig (Tynchenko); Reichel; Schönbrodt (Jentzsch)

Torschützen:
17.min 1:0; 61.min 2:0; 94.min 2:1 Jentzsch; 95.min 3:1

Bericht:
Zum Punktspielauftakt reisten die Concorden nach Zschortau zum letztjährigen Kreisligameister und Aufsteiger in die Nordsachenliga. Wahrlich gibt es dankbarere Auftaktpartien als gegen einen hochmotivierten Liganeuling. Trotzdessen wollten die Schenkenberger die Punkte entführen auch wenn die Gastgeber mit ehemaligen bezirksligaerfahrenen Kickern gespickt war. Erwartungsgemäß begann der Aufsteiger mit dem Anpfiff forsch, doch die Concorden hatten die richtigen Mittel und übernahmen die Spielkontrolle. So konnte die erste Torchance bereits nach vier Minuten notiert werden. Ein satter Schuß von Daniel Roos aus 20m strich jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Zschortauer lauerten stets auf Fehler, was sie in der zehnten Spielminute beinahe zum Erfolg nutzten. Doch Marcus Henning zwischen den Pfosten parierte den Ball bravourös, nachdem ein Zschortauer Spieler allein vor ihm auftauchte. Vorangegangen war ein leichtsinniger Ballverlust der Schenkenberger Hintermannschaft an der Strafraumkante. Folgend waren die Concorden spielbestimmend, jedoch spürte man in den Aktionen eine gewisse Nervosität. Kleine Unstimmigkeiten und Unruhe stiftende Zschortauer ließen das Spiel immer wieder stocken. In dieser Phase, als eigentlich keine Gefahr von den Gastgebern ausging, konnten sie in der 17.Spielminute den Führungstreffer markieren. Ein in den Strafraum hoch und lang hereingebrachten Freistoß vollendete ein Zschortauer ungehindert im Tor. Mit dem Rückstand schien sich die Anspannung der Schenkenberger zu lösen. Doch nun ging es gegen eine massive Defensive, denn die Gastgeber wollten fortan bloß noch verwalten. So waren es die Concorden, die sich Möglichkeiten erspielten. Zunächst vereitelte der Schlußmann der Zschortauer einen Fernschuß von Florian Münnich, ehe in der 23.Minute Michael Reißig nach einer Flanke völlig freistehend aus Nahdistanz den Ausgleich verpaßte. Danach verteidigten die Gastgeber geschickt, sodaß das spielerische Übergewicht der Concorden sich nicht in Chancen ausdrückte. So war es erneut ein Fernschuß, diesmal von Yannick Schönberg, der für Gefahr sorgte. Aber auch hier war der Keeper auf der Höhe, und lenkte den Ball um den Pfosten. Das war es dann auch für die erste Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel wollten die Schenkenberger mit Tempo zum Erfolg kommen. Doch die Zschortauer zeigten sich clever und routiniert. Die kleinste Spielunterbrechung wurde nun immens ausgedehnt. Zudem wurden Foulspiele provoziert um Zeit von der Uhr zu bekommen. So kamen die Concorden nicht ins Spiel und konnten so ihr Vorhaben nicht umsetzen. Schlimmer noch, denn der dritte Torschuß der Zschortauer führte nach einem Standard zum 2:0. Ein Eckball wurde unglücklich geklärt, sodass der Ball genau vor einem Zschortauer Spieler landete, der ungehindert einschoß. Ratlosigkeit aber keine Resignation im Schenkenberger Lager, waren doch noch 30 Minuten zu spielen. Die Chance zum Anschlußtreffer bot sich auch gleich, als eine der seltenen Kombinationen aus dem Mittelfeld René Schulze erreichte. Der sich gegen seinen Bewacher gut durchsetzte und nur durch ein Foulspiel aufgehalten wurde. Dachten die Schenkenberger, denn der Elfmeterpfiff blieb aus. Warum, war in dieser Szene nicht verständlich. Zudem hätte es auch die rote Karte nach sich gezogen. Weiter steuerten die Schenkenberger das Gehäuse der Gastgeber an, doch für Torgefahr sorgten die Anstrengungen wenig. Fehlendes Tempo und die taktisch falschen Mittel kamen den konditionell sichtlich angeschlagenen Zschortauern entgegen. So dauerte es bis zur 75. Minute ehe ein Eckball für Aufregung sorgte. Denn den Abschluß von Franz Posdzich rettete ein Zschortauer gerade noch so, oder auch nicht? Nach dem Spiel gab nämlich selbiger Spieler zu, dass der Ball hinter der Linie war. Zu spät. Die Schlußphase wurde dann noch einmal hitzig, weil die Zschortauer nur noch am eigenen Strafraum verteidigten um den Ball weg zu bekommen. Ein Treffer für die Schenkenberger lag hier mehr als in der Luft, doch richtige Chancen fehlten, da immer ein gegnerischer Fuß dazwischen war. Bis kurz vor dem Ende, als Charlie Reichel allein vor dem Torhüter auftauchte, der etwas ungestüm mit den Füßen voraus verteidigen wollte und so mit dem Schenkenberger kollidierte. Hier ertönte plötzlich der Elfmeterpfiff, was ebenso zweifelhaft war, wie der ausgebliebene Pfiff aus der 75. Minute. Nichtsdestotrotz Strafstoß. René Schulze, als sicherer Schütze bekannt, nahm sich die Kugel und .. hämmerte sie über den Querbalken. Die letzte Hoffnung dahin. Keineswegs, denn in der 93. Spielminute lag der Ball dann doch endlich im Netz. Stefan Jentzsch schaltete nach einem Eckball am schnellsten und bugsierte das Spielgerät zum Anschlußtreffer. Noch zwei Minuten auf der Uhr, denn das Zeitschinden entging dem Referee nicht. Doch der folgende Anstoß besiegelte die Auftaktpleite. Als die Schenkenberger den Anstoß gleich attackieren wollten liefen sie in die Falle, denn vom Punkt spielte der Zschortauer Stürmer den Ball gleich nach vorn auf dem Flügel. Der Läufer allein auf weiter Flur brachte die Flanke punktgenau ins Zentrum, wo sein Mitspieler freistehend einschob. Damit standen die Concorden, nach einem Spiel mit gefühlten 80% Ballbesitz, mit leeren Händen da. Im Fußball zählen eben doch nur Tore.
(M.P.)


1.Runde TZ-Bärenpokal: SV Laußig 51 - Conc.Schenkenberg 0:13 (0:5)

Aufstellung:
Forstmeier (Henning); Posdzich; Pohl; Rinaldoni; Münnich; Roos; Reichel; Huth, Reißig (Jentzsch); Schönbrodt (Hempel); Werner

Torschützen:
3x Schönbrodt; 2xWerner; 2x Huth; 2xPosdzich; 2xJentzsch; Rinaldoni; Hempel

Bericht:
Zum zweiten Pflichtspiel der Saison fuhren die Concorden nach Laußig, um im TZ-Bärenpokal eine Runde weiter zu kommen. Unterschätzen wollte man den Absteiger der letzten Saison keines Falls, sollte doch eine Pokalüberraschung vermieden werden. Dennoch begannen die Schwarz-Gelben mit einer offensiven Ausrichtung. Somit konnte die ersten beiden Möglichkeiten bereit nach vier Minuten notiert werden. Zunächst konnten die Gastgeber einen Kopfball von Charlie Reichel ins Toraus klären, der resultierende Eckball erreichte Florian Münnich, welcher ebenfalls per Kopf das Ziel knapp verfehlte. Aber die Laußiger versteckten sich keines Wegs und hatten im Gegenzug die Einschußmöglichkeit, doch Dirk Forstmeier hielt in guter Manier. An der Ausrichtung der Schenkenberger änderte diese Situation nichts, vehement wurde der Kasten der Laußiger angesteuert. So ließ die nächste Chance der Concorden nicht lange auf sich warten. Sieben Minuten waren vorüber als Eric Huth allein vor dem gegnerischen Keeper auftauchte, jedoch das Spielgerät um Zentimeter verpasste. Besser machte er es kurze Zeit später, als er einen präzisen Rinaldoni Freistoß in die Maschen köpfelte. Bereits nur eine Minute danach stellten die Concorden schon die Weiche in Richtung Achtelfinale. Denn nach dem 2:0 durch Olli Werner gingen die Köpfe der Gastgeber sichtlich nach unten. Nachdem Fritz Schönbrodt auf dem Weg zum Tor vom letzten Mann der Laußiger gefoult wurde, schaltete der Torschütze schnell indem er sich den trudelnden Ball schnappte und im Eins gegen eins mit dem Torwart die Ruhe behielt und einschob. Nun entwickelten die Concorden einen immensen Druck, was die Gastgeber nur zum Hinterherlaufen zwang. Folgerichtig das 3:0, eine Eingabe von Franz Posdzich nutze hier Fritz Schönbrodt aus Nahdistanz. Auch in der Trinkpause, das Thermometer zeigte 30°C, konnten die Laußiger keine neue Kraft schöpfen. Die Concorden ließen nicht nach und blieben hungrig, konnten so alsbald auf 4:0 erhöhen. Ein Steckpass des agilen Charlie Reichel erreichte Fritz Schönbrodt, der in Stürmermanier erfolgreich vollendete, 25.Spielminute. Nach 33 Minuten tauchten die Laußiger das zweite Mal, es sollte das letzte Mal in diesem Spiel gewesen sein, vor dem Gehäuse der Schenkenberger auf. Dirk Forstmeier zwischen den Pfosten hielt den 18-Meterschuß erwartungsgemäß. Kurz darauf wieder die Concorden am Drücker, Franz Posdzich startete mit dem Ball von der Mittellinie und umkurvte die Laußiger Spieler wie Slalomstangen, um zum 5:0 Halbzeitstand zu vollenden. Nach dem Seitenwechsel blieben die Schenkenberger ihrer Linie treu und zogen gnadenlos ihr Spiel durch. Bereits 120 Sekunden nach Wiederanpfiff vereitelte Fritz Schönbrodt einen Lopp von Eric Huth aus dem Mittelfeld per Direktabnahme aus 18 Metern in den rechten Zapfen. Und kaum war der Ball wieder freigegeben zappelte er erneut im Laußiger Netz. Oliver Werner brauchte nach feiner Vorarbeit von Charlie Reichel aus Nahdistanz nur noch einzuschieben. Und auch am nächsten Treffer war Charlie Reichel maßgeblich beteiligt. Seinen maßgenauen Pass verwertete Maxime Rinaldoni zum 8:0, 60.Minute. Danach verging wieder keine Minute und die Schenkenberger jubelten erneut. Der langzeitverletzte Stefan Jentzsch belohnte sein engagiertes Auftreten mit einem Tor, als er einen Fehlpaß des Keepers abfing, seinen Gegenspieler umkurvte und auf 9:0 erhöhte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt konnten die Laußiger einen schon Leid tun, sie waren schlichtweg überfordert und schafften es kaum aus der eigenen Spielhälfte. In den folgenden 20 Minuten ließen es die Schwarz-Gelben in Sachen Chancenverwertung etwas schleifen, was natürlich ob des Zwischenstandes zu verschmerzen war. Die Treffsicherheit zeigte sich dann wieder zehn Minuten vor dem Ende, mit drei Toren innerhalb von drei Minuten. Den Torreigen eröffnete Eric Huth mit einem harten Geschoß in die Maschen aus spitzem Winkel. Fast eine Kopie dieses Treffers gelang 60 Sekunden später Franz Posdzich. Weitere 60 Sekunden danach trug sich zum wiederholten Male Stefan Jentzsch in die Torschützenliste ein. Sein Seitfallzieher nach Flanke von Maxime Rinaldoni avancierte dabei zum wohl schönsten Treffer der Begegnung. Den Schlußpunkt der einseitigen Partie markierte der eingewechselt Sascha Hempel mit einem trockenen Schuß von der 16-Meterkante. Letztendlich stand ein 13:0 für die Schenkenberger auf dem Spielberichtsbogen, womit die nächste Runde des TZ-Bärenpokals erreicht war. Am Rande bemerkt, war dies der höchste Pflichtspielsieg seit den Aufzeichnungen aus dem Jahr 1991. Nun gilt es nicht in Träumereien zu verfallen, denn trotz des deutlichen Abschneidens wird im Ligaalltag ein anderer Wind wehen.
(M.P.)


Ausscheidungsrunde TZ-Bärenpokal: Conc.Schenkenberg II - Conc.Schenkenberg 0:5 (0:2)

Aufstellung:
Forstmeier; Posdzich; Schulze; Perkuhn (Schönbrodt); Bachmann; Roos; Huth; Rinaldoni; Werner; Reichel; Tynchenko

Torschützen:
2xReichel; Tynchenko; Schönbrodt; ET

Bericht:
Als erste Aufgabe in der Saison 2018-19 stand der TZ-Bärenpokal auf dem Programm. Für die meisten teilnehmenden Teams wird vor einer Spielzeit gern dieser Titel als Ziel ausgegeben, ist er doch mit wenigen Spielen zu erreichen. Bei den Concorden hielt man, entgegen der vorangegangenen Spielzeiten, den Ball flach. Zu groß waren die zurückliegenden Enttäuschungen. Die Auslosung bescherte dem Verein ein vereinsinternes Aufeinandertreffen der ersten und zweiten Mannschaft. Bereits im Jahr 2012 kam es im Kreispokal zu dieser Konstellation, damals siegte erwartungsgemäß die erste Garnitur mit 3:0. Über den Sinn solcher Duelle läßt sich wahrhaftig streiten, doch letztendlich hat das Los darüber entschieden. Gleiches Schicksal ereilte übrigens den Nachbarverein aus Delitzsch, wo sich beide Herrenteams der Eisenbahner duellierten. Im Schenkenberger Lager konnte man rein Personell gesehen über das Los schon froh sein, denn die Urlaubszeit hinterließ zu diesem Zeitpunkt noch große Lücken im Kader. Durch Spieler der Alten-Herrenmannschaft wurden diese Lücken aber gestopft. An einen überraschenden Ausgang glaubte im Verein wohl keiner, doch wollte sich die Reserve ordentlich verkaufen, dazu sich einige Akteure für die Erste empfehlen. In den ersten zehn Minuten gelang das eindrucksvoll, denn das unterklassige Team hatte Vorteile. Aber eben nur in der Anfangsphase. Danach wurde die Erste ihrer Favoritenrolle gerecht. Ohne zu brillieren bekam man die Partie in den Griff und führte zur Halbzeit mit 2:0. Auch der zweite Durchgang war für kommende Aufgaben wenig aufschlußreich. Außer vielleicht, daß man in Sachen Torabschluß an der Effektivität arbeiten muß. So stand nach 90 Minuten ein 5:0 zu Buche. Als Torschützen trugen sich zwei Mal Charlie Reichel und jeweils einmal Sascha Tynchenko und Fritz Schönbrodt bei einem Eigentor ein. In den nächsten Wochen wird so mancher Akteur wieder auf dem Trainingsplatz zu begrüßen sein, damit die Saison für beide Herrenmannschaften in Schenkenberg problemlos über die Bühne gehen kann.
(M.P.)


Testspiel 08.08.2018: Conc.Schenkenberg - Leipzig Lindenau 0:3 (0:0)

Aufstellung:
Henning; Bachmann; Schulze; Perkuhn; Huth; Rinaldoni; Münnich; Posdzich; Reichel; Werner (Tynchenko)

Torschützen:
Fehlanzeige

Bericht:
Unter der Wochen stand zwischen den schweißtreibenden Trainingseinheiten das nächste Testspiel an. Die Concorden begrüßten das Leipziger Team aus Lindenau, welches auf dem gleichen Liganiveau wie die Schenkenberger spielt. Die Gäste verbuchten den besseren Start, denn die Concorden offenbarten im Spielaufbau Probleme. Leichte Fehler im Paßspiel sowie in der Ballannahme ließen das Spiel stocken. Somit kamen die Gäste häufig in Ballbesitz was die Schwarz-Gelben immer wieder zum Verteidigen zwang. So hatten auch die Lindenauer die erste Möglichkeit zu verzeichnen als ein Distanzschuß nur knapp am Tor vorbei ging. Erstmals gefährlich zeigten sich die Concorden nach einer Viertelstunde. Mit Michael Reißig und Charlie Reichel verpassten jedoch gleich zwei Spieler eine gut getimte Flanke. Danach fingen sich die Schenkenberger und konnten das Geschehen in die gegnerische Hälfte verlagern. Beinahe hätte sich dies auch im Ergebnis niedergeschlagen, aber der Abseitspfiff des Schiedsrichters machte einen Strich durch die Rechnung. Ein 25-Meterknaller von Maxime Rinaldoni fand vom Gegner abgefälscht den Weg zu Florian Münnich der den Ball, wohl aus der verbotenen Zone, im Ziel unterbrachte. Insgesamt ging in einer mäßigen ersten Halbzeit von beiden Teams wenig Gefahr aus um in Führung zu gehen. Obwohl es kurz vor dem Halbzeitpfiff auf jeder Seite noch einmal interessant wurde. Zunächst bei den Gästen, als sie einen Kopfball an den Außenpfosten setzten. Und bei den Hausherren, als Charlie Reichel einen Ball abfing, seinem Bewacher davon lief und nur vom Keeper der Leipziger am Torerfolg gehindert wurde. Nach dem Seitenwechsel kamen die Lindenauer besser aus der Pause und markierten nach einem Konter das 0:1. Jetzt war die Marschroute der Gäste klar erkennbar, sie setzten auf schnelles Umschalten. Die Concorden hatten dadurch zwar mehr Ballbesitz, doch das Tempo, welches schon im ersten Durchgang nicht rühmlich war, ließ weiter nach. Machten sich hier die letzten Trainingseinheiten in den Beinen bemerkbar? Dennoch hatten die Concorden Chancen zum Ausgleich, ließen aber den unbedingten Willen vermissen. Anders die Lindenauer, die stets auf gute Kontermöglichkeiten warteten. Wie in der 83. Minute, als sie einen Gegenstoß mit einem trockenen sehenswerten Schuß aus 25 Metern ins Tor abschlossen. Marcus Henning zwischen den Posten war hier machtlos. Auch das letzte Tor des Tages bleib den Gästen vorbehalten. Einen erneuten Fehler im Spielaufbau der Concorden wußten sie mit einem Heber aus 35 Metern zu nutzten. Somit war der 0:3 Endstand perfekt und die Erkenntnis, daß solche Leistungen künftig nicht ausreichend sind.
(M.P.)


Testspiel 04.08.2018: TUS Leutzsch - Conc.Schenkenberg 1:2 (0:2)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Schulze; Welke (Perkuhn); Roos; Münnich(Reifenstein); Bachmann; Reichel; Schönbrodt (Jentzsch); Werner

Torschützen:
Werner; Schönberg

Bericht:
Zum vierten Vorbereitungsspiel fuhren die Concorden nach Leipzig Leutzsch. Gegen die TUS verlor man noch im Vorjahr empfindlich, sodaß eine Revanche angestrebt wurde. Zunächst waren die Schenkenberger jedoch zum Reagieren gezwungen. Die Leutzscher zeigten sich aktiv und beweglich, konnten die Gefahrzone aber nicht erreichen. Womit sich das Geschehen zwischen den Strafträumen abspielte. In der zehnten Spielminute nahm die Begegnung eine entscheidende Wende, denn als ein Leipziger Spieler den Platz verletzungsbedingt verlassen mußte, waren die Gastgeber folgend in Unterzahl. Das personelle Übergewicht nutzten die Concorden und näherten so immer häufiger dem Tor. Die erste zaghafte Möglichkeit besaß hier Fritz Schönbrodt als er einen Kopfball, allerdings zu schwach, Richtung Ziel brachte. Trotz weniger Spielanteile versuchten die Leutzscher die Räume eng zu halten, um gelegentlich Nadelstiche zu setzten. Dies gelang ihnen nach 14 Minuten, als eine flache Eingabe von Links einen Abnehmer vor dem Kasten der Concorden fand, der Abschluß jedoch neben dem rechten Pfosten im Toraus landete. Nur eine Minute später zeigten die Concorden wie es besser geht. Die weit aufgerückten Leutzscher verloren in der Vorwärtsbewegung das Spielgerät, was Charlie Reichel blitzschnell nutzte um mit einem Steilpass Oliver Werner auf die Reise zu schicken. Der Kreisliga Torjäger der letzten Saison enteilte seinem Bewacher und behielt im Duell mit dem Keeper die Nerven, und netzte zum 1:0 ein. Weiter beherrschten die Schenkenberger die Begegnung ohne zu brillieren. Fehlendes Tempo ließ die Partie zum Sommerfußball mutieren. Gelungene Aktionen konnten nur gelegentlich quittiert werden, dabei blieb man im Abschluß unkonzentriert und unentschlossen. Trotzdessen gelang den Concorden in der 35.Minute der zweite Treffer. 18 Metern vor dem Tor fasste sich Yannick Schönberg ein Herz und zog einfach einmal ab, konnte der erste Schuß noch abgewehrt werden, fand der Nachschuß den Weg in die Maschen. Mit diesem 2:0 und dem Auftrag für etwas mehr Engagement im zweiten Durchgang wechselte man die Seiten. Und der zweite Abschnitt begann verheißungsvoll. Mit Geschwindigkeit wurde nun vornehmlich über die linke Seite Druck ausgeübt. Quasi im Minutentakt konnten nun Chancen notiert werden, doch so gut die Möglichkeiten erspielt wurden, so nachlässig wurden sie dann vergeben. Der rasante der Beginn nach der Pause verschwand danach ebenso schnell, wie er gekommen war. War dies vielleicht dem kraftraubendem Training geschuldet, oder war man sich dem Sieg zu sicher? Denn Kraftlos, ohne Dynamik und mit einer hohen Fehlpassquote setzte sich das Spiel fort. So plätscherte das Spiel so dahin und man spürte, dass sich die Nachlässigkeit rächen könnte. Eine viertel Stunde vor dem Abpfiff war es dann auch Gewissheit, denn mit ihrem dritten Torschuß markierten die Leutzscher Kicker den Anschlußtreffer. Das es am Ende dennoch etwas mit der Revanche der letzten Saison wurde, hatte man auch dem Unvermögen der Gastgeber zu verdanken. Denn als in der 86. Minute ein Spieler allein auf den Schenkenberger Kasten zulief, scheiterte er letztendlich an Marcus Henning.
(M.P.)


Testspiel 01.08.2018: SG Ramsin - Conc.Schenkenberg 1:1 (0:1)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Pohl; Schulze; Luther; Huth; Roos; Münnich; Bachmann; Reichel; Tynchenko (Reifenstein); Schönbrodt

Torschützen:
Tynchenko

Bericht:
Das nächste Testspiel der Ersten stand unter der Woche in Ramsin, Sachsen Anhalt, an. Arbeits-, und Urlaubsbedingt fehlten den Schenkenberger Trainern eine Reihe an Spielern, sodaß nur ein Wechsler auf der Reservebank Platz nahm. Beide Mannschaften begannen sehr aktiv ohne sich vor dem gegnerischen Tor zu zeigen. Die Räume waren gut aufgeteilt, und die Verschiebung funktionierte horizontal wie vertikal in beiden Teams. Nach acht Minuten näherten sich dann die Concorden dem Tor zum ersten Mal, als Sascha Tynchenko an der Strafraumkante die Eingabe von Fritz Schönbrodt jedoch nicht richtig erwischte. Mit dieser Szene wurde das Spiel, auch von Seiten der Gastgeber, auf Angriff gestellt. Denn in der 10. Minute sorgten die Ramsiner für Gefahr, als eine Flanke von Links gerade noch von der Verteidigung entschärft werden konnte. Doch kurz darauf setzten die Schenkenberger ein Zeichen. Charlie Reichel wurde aus dem Mittelfeld klug eingesetzt, wonach er seinen Gegenspieler stehen ließ um zentral Sascha Tynchenko zu bedienen. Der Routinier bewies Auge und Schußtechnik indem er aus 14m die Führung markierte. Aber keine 120 Sekunden später brannte es im Schenkenberger Strafraum nach einem Eckball der Gastgeber, doch nach einem kurzen Durcheinander konnte die Not gebannt werden. In Folge kamen aber die Concorden gut in die Partie, sodaß die Einheimischen zum Hinterherlaufen gezwungen waren. Das Spielgerät lief gefällig durch die eigenen Reihen, doch der Vorsprung bleib nach verpassten Möglichkeiten knapp. Beispielsweise in der 18.Spielminute, als Tobias Pohl den Ball per Kopf nicht richtig platziert bekam oder in Minute 22, als Charlie Reichel erneut mit dem Kopf zur Stelle war, aber auch hier erfolglos blieb. Nach einer halben Stunde machte sich erstmals das anstrengende Training der letzten Wochen bemerkbar. Die Abstände wurden nun größer wodurch zeitweise der Zugriff fehlte. Doch mit Kampf und Einsatzbereitschaft konnten dies korrigiert werden, womit sich den Gastgebern keine nennenswerte Chance bot. Anders bei den Schenkenbergern. Erst in Persona von Fritz Schönbrodt, der im Strafraum den Querpass auf Charlie Reichel bevorzugte, anstatt in Stürmermanier selbst den Erfolg zu suchen. Danach, kurz vor der Pause, wo sich André Luther energisch Richtung Mittellinie setzte um in der Zentrale Fritz Schönbrodt zu bedienen, der das Spielgerät für Daniel Roos auflegte, dessen Schuß für den Keeper jedoch zu klären war. So ging es mit einer 1:0 Führung zur Halbzeitpause. Nach dem Seitentausch stellten die Concorden Taktisch um, womit die Sachsen Anhalter sichtlich Probleme hatten. Folglich sah man die besten 20 Minuten des Spiels, als die Concorden ein ordentliches Pressing zeigten. Unaufhörlich wurde der Ramsiner Kasten anvisiert. Die Schenkenberger sorgte dafür, daß sich die Gastgeber nur gelegentlich befreien konnten. Bereits nach 2 Minuten sorgte ein Pass von Charlie Reichel auf Fritz Schönbrodt für Gefahr, doch der Empfänger verpasste den Ball knapp. Wiederum nur 2 Minuten später wurde erneut Fritz Schönbrodt in Szene gesetzt, aber sein Schußversuch mit dem schwächeren Fuß landete neben dem Ziel. Zu diesem Zeitpunkt verpassten die Concorden den Vorsprung auszubauen. Denn auch ein Versuch von Daniel Roos aus 16 Metern, nach einem sehenswerten Angriff, verpuffte. Mit einem Schlag und einer Aktion waren dann aber diese ersten 20 Minuten nutzlos. Denn der Ausgleichstreffer der Gastgeber fiel aus heiterem Himmel. Ein in den Strafraum gespielter Ball konnte nicht verteidigt werden, sodaß ein Spieler der Ramsiner aus Nahdistanz nur einschieben mußte. Danach war etwas Sand im Getriebe der Concorden, die nun jeden Muskel zu spüren schienen, sodaß jeder Schritt schwer fiel. Somit bekamen die Gastgeber ihre besten 10 Minuten des Spiels. Doch wie schon im ersten Durchgang zeigten die Schenkenberger Einsatzbereitschaft und konnten so ernsthafte Chancen vermeiden. Im Gegenteil. Nach dieser Phase setzten die Schenkenberger punktuell die besseren Akzente vor dem Tor. So nach 75 Minuten, als der gut aufgelegte Keeper der Ramsiner eine Doppelchance von Sascha Tynchenko vereitelte. Oder fast mit dem Schlußpfiff, als ein Steckpass von André Luther nur knapp einen Abnehmer verpasste. So endete das Testspiel etwas unglücklich 1:1, wobei unglücklich ob der Bedeutung des Ergebnisses in den Hintergrund rückt.
(M.P.)


Testspiel 28.07.2018: Radefelder SV 90 - Conc.Schenkenberg 4:1 (3:0)

Aufstellung:
Henning; Perkuhn; Pohl; Luther; Huth; Roos; Posdzich(Bachmann); Reißig (Hempel); Werner; Schulze (Tynchenko); Schönbrodt (Welke)

Torschützen:
Werner

Bericht:
34°C, das sonnige Wetter lud eigentlich zum Badengehen ein. Doch die erste Männermannschaft der Concorden lief zum Testspiel beim Landesklassevertreter Radefelder SV aufs Fußballfeld. Nach dem deutlichen Sieg im letzten Testspiel, erwartete die Schenkenberger mit den Randleipzigern ein anderes Kaliber. Nachdem die Schenkenberger schon bei der Erwärmung Dirk Forstmeier, einen der zwei Torleute, mit einem ausgekugeltem Finger verloren. Verletzte sich bereits nach vier Minuten Defensivspieler Franz Posdzich, und mußte ersetzt werden. Das machte die Sache nicht gerade einfacher, was auch gleich zu Beginn deutlich wurde. Die Gastgeber machten mächtig Druck und ließen die Concorden sich gar nicht sortieren. Und bereits nach sieben Minuten sollte sich diese Drangphase auszahlen. Ein Freistoß, wenn auch zweifelhaft, aus 17m fand den Weg an der Mauer vorbei ins Tor. Dies ließ Schlimmes erahnen. Doch fortan steigerten sich die Schenkenberger. Die Laufwege wurden besser, die Zweikämpfe wurden angenommen und der Mut in eigene Aktionen stieg. Aber die Radefelder, eine Woche länger in der Vorbereitung, zeigten ihr spielerisches Potential. So konnte Marcus Henning, im Tor der Concorden, nach 11 Minuten eine Chance in starker Manier vereiteln, als ein Spieler nach einem Steckpass aus dem Mittelfeld allein auf ihn zulief. Gelegentliche Entlastungsangriffe der Schenkenberger brachten zwar noch keine Torgefahr, verlagerten aber das Spiel aus der Defensive. Gerade als man etwas mitspielte nutzten die Gastgeber einen Stellungsfehler in der Concordenabwehr. Lehrbuchreif setzten die Radefelder unter der Bedrängnis mittels Paß in die Schnittstelle der Abwehr einen Mitspieler in Szene, der sich die Chance allein vor dem Keeper nicht nehmen ließ. 2:0 nach 20 Minuten, Trinkpause. Danach zeigten sich die Schenkenbergern erneut verbessert, um nach 35 Minuten die ersten Torchance zu vermelden. Ein schöner Spielzug aus dem Mittelfeld erreichte Michael Reißig, der eine Flanke gut platzierte, aber Oliver Werner etwas zu spät erreichte. Kurz darauf waren die Gastgeber wieder am Zug. Auf dieser Seite erreichte die Flanke aber seinen Adressaten, doch der fand seinem Meister zwischen den Schenkenberger Pfosten. Erneut konnte sich Marcus Henning mit einer Glanztat auszeichnen. Danach hatte aber auch der Radefelder Schlußmann seine Aktion, als er die Möglichkeit von Oliver Werner vereitelte, welcher der Radefelder Abwehr entwischte. Gerade in dieser kleinen Drangphase der Concorden nutzten die Gastgeber einen Fehler in der Vorwärtsbewegung zum Kontern. Gleich mit fünf Spielern überrannten sie die aufgerückte Abwehr der Schenkenberger und stellten den 3:0 Halbzeitstand her. Nach dem Seitentausch wechselten die Radefelder sieben frische Kräfte ein. Aber die Concorden stellten sich gut darauf ein und zeigten sich weiter stabil. Dazu wurde man in den Offensivaktionen immer mutiger. Doch die Radefelder zeigten sich wieder effektiv. Mit ihrer ersten Möglichkeit im zweiten Durchgang, nach 53 Minuten, konnten sie auf 4:0 erhöhen, auch wenn der Treffer sehr abseitsverdächtig war. Aber die Moral der Schenkenberger stimmte, denn kein Spieler ließ sich hängen. Es wurde um jeden Ball gekämpft und versucht selbst Gefahr zu erzeugen. So konnte man nach und nach Gleichwertigkeit erreichen. In der 59. Minute wurde dieser Aufwand auch belohnt. Ein Abschlag erreichte den eingewechselten Sascha Tynchenko, der das Spielgerät behauptete und lupenrein auf Oliver Werner passte. Mit guter Schußtechnik konnte dieser dann auf 4:1 verkürzen. Auch folgend blieben die Concorden am Drücker. So setzte diesmal der Torschütze seinen Mitspieler Eric Huth in Szene der im Lauf in den Strafraum abgedrängt wurde, und so nur das Außennetz traf. Aber auch die Spieler der Radefelder wollten sich ihrem Trainer zeigen. So verfehlte in der 75. Minute ein Kopfball nach einer Ecke nur knapp das Ziel und kurz vor dem Ende scheiterten sie aus Nahdistanz erneut am Schenkenberger Schlußmann. Dem Schenkenberger Verletzungspech nicht schon genug, mußte mit André Luther ein weiterer Defensivspieler kurz vor dem Abpfiff vom Feld. Nach 90 schweißtreibenden Minuten pfiff Schiri Mörschke beim Stande von 4:1 ab.
(M.P.)


Testspiel 21.07.2018: Concordia Schenkenberg - SV Aufbau Waldheim 9:1 (3:0)

Aufstellung:
Henning; Schönberg; Münnich; Luther; Perkuhn; Roos; Rinaldoni; Posdzich; Schulze; Reißig; Werner
beim Gegner: Hempel; Reifenstein; Forstmeier

Torschützen:
3x Schulze; 2x Werner;2x Rinaldoni Posdzich; Reißig

Bericht:
Nach der ersten Woche der Saisonvorbereitung stand bereits ein Testspiel auf dem Terminplan. Der Kreisligist (Muldental/Leipziger Land) SV Aufbau Waldheim war zu Gast in Schenkenberg. Leider waren die Gäste nach einer Autopanne nicht vollzählig, sodaß drei Akteure der Concorden aushelfen mußten. Die Reihen der Schenkberger waren urlaubsbedingt aber auch noch sehr lichte, wonach die Reservebank zu diesem Spiel unbesetzt blieb. Nach dem Anpfiff durch Schiedsrichter Wüste nahmen die ehrgeizigen Concorden sofort das Zepter des Handelns an sich. Auch wenn es verständlicher Weise noch an Tempo und Handlungsschnelligkeit fehlte, wurde zeitig der Klassenunterschied sichtbar. So ließ auch der Führungstreffer nicht lang auf sich warten. Sieben Minuten waren erst vorüber als der Goalgetter der Vorsaison René Schulze wieder zuschlug. Nur weitere sieben Minuten dauerte es als Neuzugang Oliver Werner seinen Torriecher unter Bewies stellte und auf 2:0 erhöhte. In einigen Spielzügen konnte man bereits erkennen, welche Möglichkeiten in der Mannschaft stecken. Daß noch nicht jeder Laufweg, jeder Pass oder so manche Kombination stimmte, ist ob des Zeitpunktes der Vorbereitung selbsterklärend. An Einsatzbereitschaft ließ es aber kein Spieler fehlen. Bis zur Halbzeitpause konnte René Schulze noch einen Treffer beisteuern, sodaß es nach 45 Minuten standesgemäß 3:0 stand. Eine taktische Umstellung nach dem Seitenwechsel sollte das Offensivspiel der Concorden noch mehr ankurbeln. Jetzt wurden die Gäste zeitiger attackiert woraus bereits nach 120 Sekunden das 4:0 resultierte. Franz Posdzich, ein Zugang aus der eigenen A-Jugend, platzierte sich hier in der Torschützenliste. Apropos A-Jugend. Neben Franz Posdzich gab Yannick Schönberg sein Debüt im Männerdress. Beide wurden gut in das Team integriert und konnten durch ihren Mut und Unbekümmertheit gute Akzente setzten. Daß die Gäste in der 57. Spielminute zum Anschlußtreffer kamen, war einem schönen Angriff geschuldet. Ein Pass in die Schnittstellen der Schenkenberger Abwehr erreichte Sascha Hempel, ebenfalls aus der A-Jugend und heute im Dienste der Waldheimer, der in Stürmermanier erfolgreich abschloß. Nach einer Stunde Spielzeit machte sich dann die erste Trainingswoche in den Körpern der Spieler bemerkbar, nun waren schwindende Kräfte unübersehbar. An Einsatzbereitschaft und Willen ließen sie es aber nicht missen. Da aber die Gäste dem mehr Tribut zollen mußten, bekamen die Concorden ab der 75. Minute die sogenannte zweite Luft. Denn nun wurden die Waldheimer zum Spielball der Concorden. Fast im Minutentakt schlug es bis zum 9:1 im Kasten der Gäste ein. Als Torschützen konnten sich Michael Reißig einmal, Maxime Rinaldoni doppelt und zum wiederholten Male Oliver Werner und René Schulze freuen. Ohne das Spiel überzubewerten, war es ein guter Start in die Saisonvorbereitung.
(M.P.)